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Jordan fordert massive Budgetbegrenzung

19. Februar 2008 - 15:16 Uhr

Der frühere Teamchef Eddie Jordan hält eine deutliche Ausgabenbeschränkung und sogar die Einführung von Einheitskomponenten für sinnvoll

Eddie Jordan
Eddie Jordan macht sich für umfassende Sparmaßnahmen in der Formel 1 stark
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In die Diskussion um eine mögliche Budgetobergrenze hat sich nun auch Eddie Jordan eingeschaltet. Als früherer Besitzer eines kleinen Privatteams kennt der Ire finanzielle Sorgen und Nöte bestens. Deshalb begrüßt Jordan die Pläne der FIA, die Budgets der Teams ab 2009 zu begrenzen. Doch um die kleinen unabhängigen Teams wirklich zu retten, müsse massiv limitiert werden, so Jordan.

"Die vorgeschlagene Budgetobergrenze ist genau das, was ich schon vor sieben Jahren gefordert habe", schrieb Jordan in seiner neuesten Kolumne im Magazin 'F1 Racing'. "Sie ist für das Wohlergehen der Teams, vor allem der Privatteams, unumgänglich. Ich schätze, dass es mit der Budgetgrenze nun endlich vorangeht, denn die Vorstände der Automobilhersteller schütteln ungläubig den Kopf darüber, was es kostet, in der Formel 1 konkurrenzfähig zu sein."

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Die derzeitigen Pläne gehen Jordan aber nicht weit genug. Nach momentanem Stand sollen die Kosten für die Motorenentwicklung, für die es eigene Limitierungen gibt, für Marketing und Werbung sowie die Gehälter von Fahrern und Teamchefs von der Obergrenze ausgenommen sein. Für Jordan macht eine Ausgabenbeschränkung erst dann richtig Sinn, wenn auch an anderer Stelle gespart wird. Zum Beispiel, indem nicht nur die Reifen, sondern mehrere Teile einheitlich von einem Zulieferer kommen.

Sparmöglichkeiten gibt es genügend

"Unter 1000 Fans interessiert es - wenn überhaupt - nur einen, was für Getriebe, Dämpfer, Auspuffrohre, Bremsbeläge, Bremssättel, ECUs oder Tanks in einem Formel-1-Auto zum Einsatz kommen", so Jordan. "Diese und viele weitere Teile könnten zu einem vernünftigen Preis von einem Ausrüster geliefert werden, genauso, wie es bei den Reifen ist. Die Designer hätten damit immer noch genug Freiheiten, das beste Aerodynamik-Paket zu entwerfen und die in der Formel 1 nötige Individualität zu wahren."

Nun sei es an FIA-Präsident Max Mosley, die richtigen Weichen zu stellen und vor allem die Schritte einzuleiten, die den Privatteams helfen. "Max, ich unterstütze dich in deinem Bemühen, das Ungleichgewicht anzugehen und bitte dich, drakonisch vorzugehen. Denn die Hersteller werden versuchen, dich zu manipulieren, genauso wie sie es mit uns gemacht haben", wandte sich Jordan an Mosley.