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Hamilton: "Die Arbeit hört nicht auf"

27. Februar 2008 - 18:46 Uhr

McLaren-Pilot Lewis Hamilton im Teaminterview über die Wintertests, den MP4-23 und richtig anstrengende Fitnesstage

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton ist mit dem Verlauf der Wintertests recht zufrieden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Lewis, die Wintertests sind beendet - wie lief es?"
Lewis Hamilton: "Die Wintertests sind wirklich glatt gelaufen. Wir waren konstant zuverlässig und das Auto fühlt sich gut an. Wir hatten einige tolle Testtage, bei denen wir unsere Kilometer locker abspulen konnten und Vertrauen ins Auto gewinnen konnten."

Frage: "Heute war dein letzter Tag im Auto, bevor es nach Australien geht. Wie war die Woche?"
Hamilton: "Wir hatten einen weiteren produktiven Tag auf der Strecke in Barcelona. Es war eine gute Woche. Zusätzlich zu unserem Entwicklungsprogramm haben wir mit dem Rennteam zusammengearbeitet, damit solche Dinge wie Boxenstopps wieder reibungslos funktionieren. Wie ich schon sagte, fühlt sich das Auto gut an. Aber wie immer haben wir noch Arbeit vor uns. Ein Formel-1-Auto wird ständig weiterentwickelt. Und wenn ich mir ansehe, wie weit wir mit dem MP4-23 seit seinem Rollout im Januar gekommen sind, ist das ermutigend. Die Arbeit hört nicht auf, nur weil die Tests beendet sind."

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Der alte Fahrstil passt wieder

Frage: "Hast du dich schon völlig daran gewöhnt, ohne Traktionskontrolle zu fahren?"
Hamilton: "Ja, es war recht einfach, in meinen alten Fahrstil zurück zu verfallen. Ich bin viele Jahre lang ohne Traktionskontrolle gefahren, deshalb bin ich daran gewöhnt - es ist nicht Neues für mich."

Frage: "Auf welche Bereiche am Auto konzentrierst du dich derzeit beim Testen?"
Hamilton: "Derzeit konzentrieren wir uns auf die Reifen, also darauf, wie man sie auf langen Distanzen am besten nutzen kann. Außerdem verbessern wir unsere Aerodynamik."

Lewis Hamilton
Zum Abschluss der Tests arbeitete McLaren unter anderem mit den Reifen
© xpb.cc

Frage: "Hast du eine Lieblingsteststrecke? Gibt es vielleicht eine Strecke, auf der du die einzelnen Komponenten am besten testen kannst?"
Hamilton: "Verschiedene Strecken stellen verschiedene Ansprüche. Es gibt welche mit langsamen Kurven und welche mit schnellen Kurven, wie Barcelona. Dort kann man die Downforce sehr gut testen, denn man bekommt wirklich ein Gefühl dafür, wie die Unterschiede zwischen Flügeln und weiteren verschiedenen Komponenten sind. In Jerez kann man den Grip und die Balance gut testen, denn dort gibt es langsame Kurven."

Hamilton: "MP4-23 ist einfach besser"

Frage: "Wo unterscheidet sich der MP4-23 vom MP4-22?"
Hamilton: "Man kann die Unterschiede nicht wirklich beschreiben - er ist einfach besser. Er hat mehr Downforce, mehr Grip, mehr Leistung. Wir hatten ein gutes Auto hinbekommen, aber wir haben noch Arbeit vor uns."

"Wir konzentrieren uns auf Ausdauer, Kardiotraining und das Training von Armen und Schultern."
Lewis Hamilton

Frage: "Wie geht es mit deinem Fitnessprogramm voran und auf welche Bereiche konzentrierst du dich?"
Hamilton: "Mein Fitnessprogramm war in diesem Jahr besser. Wir konzentrieren uns auf Ausdauer, Kardiotraining und das Training von Armen und Schultern - denn das sind die Bereiche, in denen man am ehesten Probleme bekommen könnte. Zudem sorge ich dafür, dass mein Nacken stark genug ist."

Frage: "Macht es dir Spaß, jeden Tag zu trainieren? Wie machst du dein Training interessant?"
Hamilton: "Ich habe das Glück, dass ich einen interessanten Trainer habe. Wenn man allein trainiert, ist das oft recht langweilig. Aber wenn man jemanden so begeisterten wie meinen Trainer dabei hat, jemanden, mit dem man Reden und Späßchen machen kann, dann wird es interessanter."

Fitness bis zum Umfallen

"Dann ist der Tag vorbei und du bist platt."
Lewis Hamilton

Frage: "Wie sieht für dich ein typischer Tag in der Vorsaison aus?"
Hamilton: "Ich habe keine typischen Tage - ich habe arbeitsreiche Marketingtage, arbeitsreiche Testtage und Trainingstage. So ein typischer Trainingstag besteht aus frühem Aufstehen, Laufen und dann einem guten Frühstück. Ich muss aufpassen, was ich esse, deshalb ist das sehr wichtig. Dann checke ich normalerweise meine Emails und gehe in den Kraftraum, betreibe anderen Sport oder gehe Schwimmen. Nach dem Mittagessen geht es vielleicht auf eine lange Radtour und dann komme ich zurück und gehe noch einmal ein oder zwei Stunden in den Kraftraum. Dann ist der Tag vorbei und du bist platt."

Frage: "Du warst vergangene Woche in Russland, was hast du dort alles gemacht?"
Hamilton: "Ich war dort wegen einer Mobil-1-Veranstaltung, aber auf dem Weg dorthin haben wir einen Zwischenstopp eingelegt, um an der Laureus-Award-Verleihung teilzunehmen. Das war etwas ganz Besonderes. Ich wurde als 'Aufsteiger des Jahres' ausgezeichnet - ich habe mich sehr geehrt gefühlt. Dann hatte ich einen Tag Pause, bevor es nach Moskau zu der Veranstaltung ging - das war auch ein klasse Tag."

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