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FIA könnte gegen Stepney und Coughlan vorgehen
Abgesehen von den strafrechtlichen Konsequenzen müssen Nigel Stepney und Mike Coughlan nun auch seitens der FIA Strafmaßnahmen befürchten
(Motorsport-Total.com) - Strafrechtlich laufen die Ermittlungen im Spionagefall zwischen McLaren-Mercedes und Ferrari ganz normal weiter, aber seitens der FIA galt der Fall bisher eigentlich als abgeschlossen. Nun berichtet 'autosport.com' jedoch, dass sich auch der Automobilweltverband noch einmal in die Angelegenheit einschalten könnte.
Angeblich muss sich Ex-Ferrari-Chefmechaniker Nigel Stepney, der die ganze Affäre Anfang 2007 mit seinem Verhalten ins Rollen gebracht hat, demnächst bei der FIA verantworten. Gerüchten zufolge könnte er für zwei Jahre aus allen von der FIA sanktionierten Motorsportserien ausgeschlossen werden, was auch sein derzeitiges Engagement beim FIA-GT-Team Gigawave betreffen würde.
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Anders verhält es sich mit Stepneys Verbündetem bei McLaren-Mercedes, Mike Coughlan. Coughlan hat nämlich mit einer eidesstattlichen Erklärung viel zur Aufklärung des Falls beigetragen und sich zudem formell bei allen Beteiligten entschuldigt, wie man hört. Ob er von der FIA bestraft wurde oder nicht, ist aber nicht bekannt.
Warum die beiden nicht einfach verurteilt werden, erklärte FIA-Präsident Max Mosley in einem offenen Brief, der von 'Autosprint' zitiert wurde: "Die Schuld ist keine außer Frage stehende Tatsache, solange jemand nicht Gelegenheit hatte, sich zu verteidigen. Indem man jemanden verurteilt, ohne ihn vorher anzuhören, verletzt man die Gerechtigkeit, die jedem zusteht."
Außerdem berichtet 'autosport.com', dass es in der FIA nun Überlegungen gibt, ähnlich wie für die Fahrer auch für die Mitarbeiter der Formel-1-Teams ein Lizenzierungsverfahren einzuführen. Dann könnte man nämlich Leuten, die sich unehrenhaft verhalten haben, einfach ihre Lizenz entziehen. Ob so ein System administrativ zu stemmen wäre, ist aber eine andere Frage.










