Aktuelle Bildergalerien
ANZEIGE
Die aktuelle Umfrage

Erneut umstrittene Strafen in der Formel 1. Durchfahrstrafe gegen Hamilton wegen des Ausbremsmanövers an Räikkönen nach dem Start, 25-Sekunden-Zeitstrafe nach dem Rennen gegen Bourdais wegen des Zusammentreffens mit Massa nach seinem Boxenstopp. Wie ist Ihre Meinung zu den Entscheidungen der Rennleitung?

In beiden Fällen hat die Rennleitung überreagiert
In beiden Fällen hat die Rennleitung korrekt gehandelt
Nur im Falle von Hamilton hat sie korrekt gehandelt
Nur im Falle von Bourdais hat sie korrekt gehandelt
ANZEIGEGrand Prix Travel Team

Tickets und Reisen zur F1 und DTM

Ob Reisen oder Tickets zur Formel 1 oder DTM - bei unserem Partner Grand Prix Travel Team finden Sie aktuelle Angebote rund um Reisen mit der gewissen Extra-Portion PS.
Zum Tickets- und Reisen-Shop
ANZEIGEEvents & Reisen

Ferrari, Hummer, Formel-1-Boliden!

Schon immer davon geträumt, einen Formel-1-Boliden selber zu steuern? Buchen Sie den Formel-1-Lehrgang am Nürbürgring mit eigenem Zertifikat! Das ist nur einer von über 600 Events im Bereich Motorsport, Spaß und Abenteuer. Das und noch viel mehr bietet der TravelPass für Motorsport-Begeisterte.
- Über 2.000 Events + Reisen
- Mehr als 1.200 Hotels in Europa
- Bis zu 75 Prozent sparen
- 1 Jahr, 2 Personen
nur 99 Euro
Zum Event- & TravelPass
Mobiles Portal

Motorsport gibt es auch mobil!

Im mobilen Portal von Motorsport-Total.com finden Sie kostenlos (zzgl. Nutzungsgebühr für mobiles Internet Ihres Providers) aktuelle News, Bildergalerien, Ergebnisse und Hintergrundinformationen zur Formel 1, DTM und zum Motorrad-Sport.
Kostenlos: Link zum Portal per SMS
Im Handy-Simulator anschauen
ANZEIGEFanartikel
Sie sind hier: Home > Formel 1 > Newsübersicht > Interviews

Ecclestone im Interview: Spione und Städte

29. Februar 2008 - 13:00 Uhr

Interview mit Bernie Ecclestone: Der Formel-1-Boss über Spione, Strafen, Spektakel in Städten und seinen weit entfernten Ruhestand

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone hat noch jede Menge Pläne mit der Formel 1
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Frage: "War 2007 das schwierigste Jahr in der Geschichte der Formel 1?"
Bernie Ecclestone: "Nein, ich denke, die sogenannte Spionage-Affäre war etwas, das zwischen zwei Teams passiert ist. Es hat uns eine Menge Publicity gebracht. Über die Formel 1 wurde jeden Tag gesprochen."

Frage: "Hat diese Affäre der Formel 1 geschadet oder sie vielleicht sogar gestärkt, wie Max Mosley meint?"
Ecclestone: "Weder noch. Solche Dinge passieren halt."

"Schwierige Situation" für Mercedes

Frage: "Hatte Mercedes großen Anteil daran, dass die Spionage-Affäre beendet wurde?"
Ecclestone: "Ich weiß nicht, ob Mercedes von diesen Dingen etwas gewusst hat. Wie hätten sie auch etwas wissen können, wenn Ron Dennis gesagt hat, es wäre gar nichts passiert. Das war für sie eine schwierige Situation."

Frage: "War die Strafe für McLaren-Mercedes gerecht?"
Ecclestone: "Sicher. Die Alternative wäre noch schlimmer gewesen."

"Es scheint so, dass sie eine Menge Geld in das Team investieren, aber nicht viel zu sagen haben."
Bernie Ecclestone

Frage: "Muss Mercedes die Mehrheit an McLaren übernehmen, um in Zukunft Entscheidungen allein treffen zu können?"
Ecclestone: "Das ist allein die Angelegenheit von Mercedes. Es scheint so, dass sie eine Menge Geld in das Team investieren, aber nicht viel zu sagen haben. Das verstehe ich. Aber es liegt an ihnen selbst, zu entscheiden, was sie tun wollen."

Renault "eine ganz andere Geschichte"

Frage: "Und was ist mit Renault? Die sind straffrei geblieben. Was war der Unterschied zwischen diesen beiden Fällen?"
Ecclestone: "Die FIA hat die meisten Dinge zum Fall Renault veröffentlicht. Was bei Renault passiert ist, das ist auch schon früher zwischen Teams passiert und wird auch wieder passieren. Wenn jemand ein Team verlässt und zu einem anderen geht, vergisst er nicht, was er vorher gemacht hat. In dem anderen Fall hat es Gott weiß wie viel Kommunikation gegeben, das ist eine ganz andere Geschichte."

Frage: "Bis zu welchem Punkt ist der Transfer von Wissen und Informationen Ihrer Meinung nach legal?"
Ecclestone: "Wenn ich wegen einer Herztransplantation in ein Krankenhaus gehe, dann bevorzuge ich einen Arzt, der schon fünfzig erfolgreiche Transplantationen durchgeführt hat gegenüber einem, der noch keine oder vielleicht zwei gemacht hat. Denn er hat das Wissen. Das ist bei Renault passiert. So etwas gibt es überall in der Industrie. Im Fall von McLaren war das anders."

"Ich sehe es absolut positiv, dass Leute, die ein Team wechseln, Informationen im Kopf haben."
Bernie Ecclestone

Frage: "Haben Sie Angst, dass es weitere Spionage-Fälle geben wird?"
Ecclestone: "Ich sehe es absolut positiv, dass Leute, die ein Team wechseln, Informationen im Kopf haben. So ist das im letzten Fall bei Renault gewesen."

Frage: "Einige Teams beschweren sich, dass die neue Standard-Elektronik von einer McLaren-Tochter geliefert wird und vermuten einen Vorteil für die Silberpfeile. Was sagen Sie dazu?"
Ecclestone: "Nach dem, was im letzten Jahr passiert ist, würden sie keine Informationen von anderen Teams verwenden."

London, Paris: Ab in die Stadt

"Schauen Sie, ich mag die Abwechslung."
Bernie Ecclestone

Frage: "In diesem Jahr wird es in Valencia und Singapur Rennen auf spektakulären neuen Stadtkursen geben. 2009 einen ähnlichen Grand Prix in Abu Dhabi. Ist das die Zukunft der Formel 1?"
Ecclestone: "Schauen Sie, ich mag die Abwechslung. Die Strecken sollten sich unterscheiden. In der Türkei beispielsweise haben wir eine andere Strecke gemacht als in Bahrain, wo alles flach ist. Darauf haben wir geachtet. Und die neuen Events werden auch ganz anders sein."

Frage: "Anders wären auch zwei Ihrer Lieblings-Projekte: Rennen in London und Paris?"
Ecclestone: "Sie wären besser für die Zuschauer und besser fürs Fernsehen."

"Wir werden nicht mehr nach Magny-Cours gehen."
Bernie Ecclestone

Frage: "Wäre ein Formel-1-Rennen in London realisierbar?"
Ecclestone: "Wahrscheinlich nicht. Nicht da, wo ich es gerne hätte. Aber ich hoffe, dass wir in Paris etwas schaffen können. Wir brauchen einen Platz für den französischen Grand Prix. Denn wir werden nicht mehr nach Magny-Cours gehen. Sie wissen das, und die Regierung hat das verstanden. Wir hatten das Rennen ja ursprünglich schon für dieses Jahr abgesagt."

Frage: "Also 2009 dann in Paris?"
Ecclestone: "Das hoffe ich."

Frage: "Welche neuen Rennen wird es bald noch im Kalender geben?"
Ecclestone: "Indien, Südkorea."

Frage: "Wie viele Grand Prix pro Jahr wären die perfekte Anzahl?"
Ecclestone: "Ich denke, 20 wären gut."

Frage: "In der Rallye-WM werden 24 Veranstalter nur noch in jedem zweiten Jahr einen WM-Lauf haben. Ist das auch für die Formel 1 vorstellbar?"
Ecclestone: "Nein."

Kein Gedanke an Ruhestand

Frage: "Wie steht es mit Ihnen? Sie sind jetzt 77 Jahre alt. Sind Sie noch glücklich mit dem Job, wie Sie ihn machen?"
Ecclestone: "Ich würde ihn nicht mehr machen, wenn ich das nicht wäre. Ich mache es nicht, weil ich es muss."

"Ich plane gerade, wann es Zeit wäre, zu gehen: vielleicht in 30 Jahren, oder so."
Bernie Ecclestone

Frage: "Wie lange wollen Sie den Job denn noch machen?"
Ecclestone: "Ich plane gerade, wann es Zeit wäre, zu gehen: vielleicht in 30 Jahren, oder so."

Frage: "Das wäre sicher gut für die Formel 1 ...
Ecclestone: "Im Ernst: Ich habe keine Pläne. Wenn ich spüre, dass ich den Job nicht mehr anständig machen kann, dann gehe ich."

Frage: "Ist es Ihre Aufgabe, jemanden zu finden, der irgendwann Ihren Platz einnehmen kann?"
Ecclestone: "Ich denke, wenn wir aussortiert haben, wer welche Rolle in der Formel 1 übernehmen soll, wird es einfacher sein, die richtige Person zu finden."

Frage: "Und wenn das geschafft ist, könnten Sie sich beruhigt zurückziehen ..."
Ecclestone: "Warten wir"s mal ab."