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Formel 1: Teilbereich schreibt rote Zahlen

18. Februar 2008 - 20:14 Uhr

Formel-1-Eigentümer 'CVC' musste bei Bandenwerbung und Hospitality ein Minus von drei Millionen US-Dollar verzeichnen

Paddock
Mit der Formel 1 lässt sich offenbar nicht mehr so viel Geld verdienen wie früher
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Zeiten, in denen die Formel 1 gleichzusetzen war mit einer Gelddruckmaschine, scheinen vorübergehend vorbei zu sein. Eigentümer 'CVC' hat im Bereich Bandenwerbung, Hospitality und Co. rote Zahlen geschrieben. Wie der "Daily Telegraph" berichtet, liegt nun die Bilanz für 2006 vor. Demnach musste die 'CVC' in diesem Geschäftszweig nach Steuern einen Verlust von drei Millionen US-Dollar verzeichnen.

2006 war das erste Jahr, in dem die Investmentgesellschaft alleiniger Inhaber der Formel 1 war. Das Minus kam vor allem deshalb zustande, weil die CVC allein 22,5 Millionen US-Dollar Zinsen für Kredite in Höhe von 334 Millionen US-Dollar zahlen musste, die aufgenommen wurden, um die Formel 1 zu kaufen. Die Gesamtbilanz der 'CVC Beta Holding' weist einen Umsatz von 91 Millionen US-Dollar bei Ausgaben von 87 Millionen US-Dollar aus.

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Geld machen lässt sich mit der Formel 1 derzeit in den aufstrebenden neuen Märkten in Asien. Dort engagieren sich die Sponsoren besonders gern und spülen mit dem Kauf von Namensrechten Geld in die Kassen der 'CVC. Für fünf asiatische Rennen 2008 konnte schon ein Titelsponsor gefunden werden, die Namensrechte am Französischen und am Kanadischen Grand Prix hat aber noch kein Interessent erworben.

Mit dem Verkauf von Namensrechten an Grand-Prix-Veranstaltungen nimmt die 'CVC' richtig viel Geld ein. So soll das Telekommunikationsunternehmen 'Singtel' sich die Ehre, beim ersten Nachtrennen in Singapur als Titelsponsor aufzutreten, zehn Millionen US-Dollar kosten lassen. Auch Bandenwerbung kann sich auf mehrere Millionen US-Dollar summieren. Dazu kommen die Gelder, die Veranstalter zahlen, um einen Grand Prix durchführen zu dürfen. Diese Summen sollen bis zu 40 Millionen US-Dollar betragen. Dagegen fährt Silverstone mit einer Gebühr von 16 Millionen US-Dollar für den Britischen Grand Prix noch günstig.

Formel-1-Zampano Ecclestone selbst muss sich dabei über Gewinne oder Verluste keine Gedanken mehr machen: Er führt zwar noch die Geschäfte und hält weiter alle Zügel in der Hand, ihm gehört aber nur noch eine Aktie. Genug verdient hat er mit der Formel 1 ohnehin: 1997 kassierte er ein Gehalt von 105 Millionen US-Dollar. In den folgenden zehn Jahren sollen er und seine Familie geschätzte 2,5 Milliarden US-Dollar mit dem Verkauf von Anteilen verdient haben. Und allein 2005 sollen die Formel-1-Rechte noch einen Gewinn von 435 Millionen US-Dollar eingebracht haben.

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