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Bundesfinanzminister kritisiert Schumacher

02. Februar 2008 - 11:21 Uhr

Peer Steinbrück fordert, dass Großverdiener wie Michael Schumacher in Deutschland leben sollten, um "der Gesellschaft etwas zurückzugeben"

Michael Schumacher
Michael Schumacher fühlt sich in seiner Wahlheimat Schweiz sehr wohl
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Michael Schumacher fühlt sich seit Jahren in seiner Wahlheimat Schweiz so richtig wohl. Dort kann sich der Rekord-Weltmeister und Formel-1-"Rentner" wesentlich freier bewegen und mehr Privatmann sein als dies vielleicht in Deutschland der Fall wäre. Schumacher ist natürlich nicht der Einzige, der seine neue Heimat im Ausland gefunden hat. Bruder Ralf Schumacher lebt in Salzburg, Nick Heidfeld ist in der Nähe von Zürich zu Hause und auch Sebastian Vettel ist bereits umgezogen in die Schweiz. Zu den großen Namen der "Auswanderer" gehört aber auch "Fußball-Kaiser" Franz Beckenbauer, der seit Jahren in Österreich lebt.

Angenehmer Nebeneffekt: In der Schweiz und Österreich ist nicht nur die Landschaft schön, sondern als Großverdiener kann man dort auch richtig Steuern sparen. Deshalb sind die "Republik-Flüchtlinge" einem ein Dorn im Auge: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. Gegenüber der 'Süddeutschen Zeitung' äußerte der SPD-Politiker Kritik namentlich an Schumacher und Beckenbauer, den Topverdienern des Sports. Steinbrück forderte die beiden auf, ihrer Vorbildfunktion nachzukommen und in Deutschland zu leben, statt in steuerlich günstigeren Nachbarländern.

"Ich finde, sie sind verpflichtet, dieser Gesellschaft etwas zurückzugeben", sagte Steinbrück. "Es waren die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen der Bundesrepublik Deutschland, die sie in den Stand versetzt haben, weit überdurchschnittlich zu verdienen. Was ihnen von Herzen vergönnt ist." Übrigens betonte der Finanzminister, dass er damit keine Neiddebatte führen wolle.

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