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Alonso: "Muss meinen Fahrstil massiv ändern"

02. Februar 2008 - 16:50 Uhr

Fernando Alonso zieht ein erstes Fazit in Sachen Fahren ohne elektronische Hilfen - Unterschied mache sich vor allem in langsamen Kurven bemerkbar

Fernando Alonso
Fernando muss nun schon im zweiten Jahr in Folge seinen Fahrstil ändern
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach den ersten Testfahrten ohne elektronische Fahrhilfen hat Renault-Pilot Fernando Alonso ein erstes Fazit gezogen. Der Spanier kommt zu dem Schluss, dass sich das Verbot von Traktionskontrolle und Motorbremse durchaus in den Rundenzeiten bemerkbar macht. Und dass er seinen Fahrstil den neuen Gegebenheiten erst noch anpassen muss.

Schon im vergangenen Jahr musste Alonso sich umstellen. Damals erforderte der Wechsel zu den Bridgestone-Reifen, dass er es weniger aggressiv angeht und Kurven dosierter anfährt. Man verliere jetzt pro Runde drei bis vier Zehntelsekunden, rechnete der Spanier vor, die man nur schwer wieder aufholen könne. "Wir werden den Unterschied vor allem in den langsamen Kurven, die wir im zweiten Gang fahren, spüren. Denn vor allem dort hat bisher die Traktionskontrolle gegriffen", wurde Alonso von der spanischen Zeitung 'Marca' zitiert.

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"Das bedeutet, dass ich meinen Fahrstil massiv ändern muss", fuhr der Renault-Pilot fort. "Im vergangenen Jahr sind wir mit Vollgas aus den Kurven herausgefahren, jetzt allerdings müssen wir dabei sehr dosiert mit dem Gaspedal umgehen.

Alonso geht zwar davon aus, dass die Spitzenpiloten auch unter den neuen Gegebenheiten die Besten sein werden. Schwierig werde es allerdings, wenn man einen Dreher habe. "Ohne Traktionskontrolle wird es fast unmöglich sein, das Auto wieder abzufangen, selbst wenn man den Fuß vom Gas nimmt", erklärte der Spanier. Die hohe Drehzahl im Motor sorge dafür, dass das Auto ganz von selbst zu kreiseln beginne. Man müsse also versuchen zu vermeiden, dass das Auto auch nur ansatzweise ins Drehen gerät - das sei allerdings nicht einfach.

"Bisher hat das Auto am Kurvenausgang zum Untersteuern tendiert, das ist nun aber nicht mehr der Fall" schilderte Alonso weiter. "Stattdessen beginnt das Auto nun im Scheitelpunkt der Kurve zu übersteuern und es rutscht mehr. Das beeinflusst ebenfalls deinen Fahrstil und deine Linie."

Der Wegfall der Motorbremse EBS, die bisher das Blockieren der Hinterräder verändert hat, verlören die Boliden bei harten Bremsmanövern ihre Stabilität, hat der Renault-Pilot außerdem beobachtet. Es sei schließlich nicht einfach, ein Fahrzeug von 300 Stundenkilometern herunterzubremsen, ohne dass die Hinterreifen dabei blockieren. Einem Fahrer bliebe nur eines übrig: Er müsse seinen Fahrstil komplett anpassen, um eventuelle Zeitverluste durch den Wegfall der Fahrhilfen zu vermeiden.

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