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Vettels Tür zu BMW steht weiter offen

03. Januar 2008 - 13:39 Uhr

Zwar konzentriert sich Sebastian Vettel momentan voll und ganz auf Toro Rosso, ausschließen will er eine Rückkehr zu BMW aber nicht

Sebastian Vettel
Sebastian Vettels Zukunft liegt in den nächsten Jahren einmal bei Red Bull
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für Sebastian Vettel war die Formel-1-Saison 2007 eine echte Achterbahnfahrt: erst die Freitagseinsätze für das BMW Sauber F1 Team, dann die Degradierung zum reinen Testfahrer, in den USA die Grand-Prix-Premiere mit einem WM-Punkt, in Japan auf Toro Rosso auf Podiumskurs liegend die Kollision mit Mark Webber und eine Woche später in China ein toller vierter Platz.

Doch obwohl das Jahr schlussendlich dann doch versöhnlich ausgeklungen ist, gibt es vereinzelt immer noch Stimmen, die den 20-Jährigen dafür kritisieren, dass er sich gegen die geduldige Variante entschieden hat, im BMW Sauber F1 Team auf seine Chance zu warten, und für die Rennen im Hinterbänkler-B-Team von Red Bull, Toro Rosso. Aber er selbst ist mit seiner Entscheidung auch im Nachhinein noch im Reinen.


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Keine Reue wegen des Wechsels

"Da sich mit Toro Rosso eine Gelegenheit bot, dachte ich gar nicht groß darüber nach."
Sebastian Vettel

"Ich wollte Rennen fahren, und da sich mit Toro Rosso eine Gelegenheit bot, dachte ich gar nicht groß darüber nach", erklärte Vettel gegenüber 'autosport.com'. "Unterm Strich bin ich mit meiner Entscheidung sehr zufrieden, denn ich wurde mit jedem gefahrenen Rennen ein wenig erfahrener. Natürlich ist es ein kleineres Team und wenn man nur auf die Resultate schaut, ist es weniger erfolgreich als BMW. Aber man muss dem Team einfach ein bisschen Zeit geben."

"Zu sagen, wir können jetzt jedes Mal Vierter werden, weil uns das einmal gelungen ist, wäre Unsinn", fügte er an. "Es ist ein hartes Geschäft. Die anderen schlafen auch nicht und wir müssen aufholen, was schwierig ist. Aber ich denke, dass wir bisher einen guten Job gemacht haben. Wir brauchen noch ein bisschen Zeit - warten wir ab. Hoffentlich können wir uns während der Tests und in die Saison hinein kontinuierlich steigern."

Vettels sensationelles Saisonfinish mit dem so unglücklich verpassten Podium in Japan und dem vierten Platz in China war nämlich nicht primär einer plötzlichen Leistungsexplosion des Teams zuzuschreiben, sondern vielmehr seiner fahrerischen Performance unter außergewöhnlichen Umständen. Dennoch war ein kleiner Aufwärtstrend nicht zu übersehen, so dass der Deutsche nicht allzu wehmütig in Richtung des BMW Sauber F1 Teams schauen muss.

Bei BMW in der Warteschleife

"Als ich BMW verlassen habe, habe ich nicht gesagt: 'Ihr Idioten, jetzt bin ich weg!'"
Sebastian Vettel

Dort hätte er nämlich sowieso auf absehbare Zeit keine Zukunft gehabt, schließlich ist Nick Heidfeld über jeden Zweifel erhaben, weil er konstant gute Resultate abliefert, und Robert Kubica gilt als Versprechen für die Zukunft. Also ist es durchaus nachvollziehbar, dass sich Vettel für Toro Rosso entschieden hat, zumal er ja schon lange nicht nur von BMW, sondern auch von Red Bull gefördert wird. Und zugeschlagen ist die Tür nach München ja nicht...

"Als ich BMW verlassen habe, habe ich nicht gesagt: 'Ihr Idioten, jetzt bin ich weg!' Man weiß ja nie, ob man in Zukunft noch einmal zusammenarbeiten wird", schmunzelte der Wahlschweizer. Vertragliche Bindung gibt es allerdings keine mehr: "Es gibt nichts, was besagt, dass in zwei oder drei Jahren eine Option greift oder was auch immer. Ich bin für BMW so etwas wie ein Botschafter außerhalb der Formel 1, aber das ist alles."

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