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Vettel: "Habe im Vorjahr viel gelernt"

29. Januar 2008 - 11:20 Uhr

Sebastian Vettel geht zuversichtlich in seine erste volle Formel-1-Saison und freut sich darauf, von Sébastien Bourdais zu lernen

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel ist eine der größten deutschen Hoffnungen in der Formel 1
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel ist gerade mal 20 Jahre alt, aber wenn man irgendwo erwähnt, dass er 2008 seine erste volle Formel-1-Saison bestreiten wird, schütteln die meisten nur ungläubig den Kopf. Denn schon 2006 legte er mit der Freitagsbestzeit in Istanbul einen beeindruckenden Einstand hin, 2007 kam er dann zu seinen ersten Renneinsätzen für das BMW Sauber F1 Team und Toro Rosso.

Unvergessen ist immer noch seine sensationelle Fahrt im Regenchaos von Fuji, die jedoch im Heck von Mark Webber und in einem Tränenausbruch endete. Nur eine Woche später holte er das Spitzenresultat aber nach, als er ebenfalls bei schwierigen Bedingungen in Shanghai sensationell Vierter wurde und unter anderem Superstars wie Jenson Button, Nick Heidfeld und David Coulthard sicher hinter sich ließ.

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Bittere Medizin funktioniert am besten

"Manchmal ist es die bittere Medizin, die am besten hilft."
Sebastian Vettel

"Ich habe im Vorjahr viel gelernt", erklärte Vettel nun gegenüber 'formula1.com'. "Eine Lektion (Fuji; Anm. d. Red.) war besonders hart zu schlucken, aber manchmal ist es die bittere Medizin, die am besten hilft, weil ich mich jetzt im Auto viel selbstbewusster fühle. Ich weiß, was ich tue, und das ist für meine erste volle Saison sehr wichtig. Erwartungen? Im Vorjahr habe ich sechs Punkte geholt, also ist das Ziel, das zu übertreffen, auf Chancen zu lauern und diese auch zu nutzen."

Der Deutsche tut dies unter besseren Voraussetzungen als 2007, denn im Vorjahr begann er als Freitagsfahrer im BMW Sauber F1 Team, ehe er zum reinen Testfahrer degradiert wurde, dann aber in Indianapolis als Ersatzmann für den verletzten Robert Kubica einspringen durfte und prompt einen WM-Punkt holte. Ein paar Wochen später wurde er als Nachfolger von Scott Speed von Toro Rosso in die Red-Bull-Familie zurückgeholt.

Den Winter hat Vettel genutzt, um sich intensiv auf die harte Formel-1-Saison vorzubereiten: "Ich tue das, was wahrscheinlich alle tun: Ausdauertraining, Joggen, Schwimmen - und natürlich Testen! Das alles hilft einem sehr. Der Nacken ist ein entscheidender Teil des Körpers, also nehme ich darauf im Training besonders Rücksicht", gab der Toro-Rosso-Pilot, der seit einiger Zeit in der Schweiz lebt, zu Protokoll.

Favorit im Duell mit Bourdais

"Ich gehe davon aus, dass ich von ihm lernen werde."
Sebastian Vettel

Mit Spannung erwarten die Experten übrigens den Kampf der "Sebs" bei Toro Rosso - Sebastian Vettel gegen Sébastien Bourdais. Letzterer kommt als vierfacher ChampCar-Meister nach Europa, gilt aber dennoch als krasser Außenseiter im Stallduell. Vettel sieht das nicht ganz so eindeutig: "Nun ja, er hat jede Menge Erfahrung. Er ist auch viel älter als ich, 28, also gehe ich davon aus, dass ich von ihm lernen werde", übte er sich in Zurückhaltung.

Und weiter: "Das macht mich nicht nervös, aber es ist noch zu früh für eine Einschätzung, wie der Lernprozess verlaufen könnte. Bei den Tests waren wir sehr eng beisammen, vielleicht mit einem Vorteil für mich, weil ich das Auto besser kenne. Aber im Moment ist das Wichtigste, dass wir gut miteinander auskommen, dass die Chemie stimmt. Das war ja bei Toro Rosso im Vorjahr ein Problem", so Vettel abschließend.

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