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So hat Schumacher Räikkönen geholfen

12. Januar 2008 - 10:46 Uhr

Kimi Räikkönen redet nicht allzu gern über Michael Schumacher, aber Tatsache ist, dass ihm der Deutsche 2007 sehr geholfen hat

Michael Schumacher
Michael Schumacher konnte Kimi Räikkönen auf dem Weg zum Titel helfen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Kimi Räikkönen war es im vergangenen Jahr manchmal klar anzusehen, dass er nicht allzu glücklich war, als er immer wieder und wieder über seinen Vorgänger Michael Schumacher gefragt wurde. Und als sich ausgerechnet "Schumi" nach dem Premierensieg in Australien via Telefon als erster Gratulant einstellte, hätte er dies den Medien am liebsten gar nicht verraten - eigentlich irgendwie verständlich.

Inzwischen ist der "Iceman" Weltmeister und die Italiener lassen ihn mit Schumacher-Fragen endlich in Ruhe, aber bei den Wrooom-PR-Tagen in Madonna di Campiglio wurde erstmals zur Sprache gebracht, wie der siebenfache Champion seinem Nachfolger eigentlich geholfen hat: "Wir haben nach den Tests immer ein Meeting, bei dem alle Informationen gebündelt werden", erklärte Schumacher. "Die Fahrer geben ihre Kommentare ab und die Informationen liegen auf dem Tisch. Ich interpretiere das alles und gebe meinen Input dazu."

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Hilfestellung für Räikkönen und das Team

"Da habe ich dem Team schon ziemlich viel helfen können."
Michael Schumacher

Speziell zu Beginn der Saison, als Räikkönen noch neu im Team war und sich an manche neue Abläufe und an das Auto gewöhnen musste, sei dieser Input eine große Hilfe gewesen: "Wir hatten im vergangenen Jahr einige Dinge, speziell bei Kimi, der noch in der Eingewöhnungsphase war. Da mussten wir schon fragen: Woran liegt es? Wo sind die Schwerpunkte zu setzen? Wie muss man mit Kimi arbeiten? Da habe ich dem Team schon ziemlich viel helfen können", klopfte sich der 39-Jährige selbst auf die Schulter.

Insgesamt hat Schumacher 2007 "in etwa 25 Tage" für Ferrari gearbeitet, was sich in diesem Jahr nicht groß ändern wird. Allerdings möchte er seinen Fokus neu setzen. Sprich: weniger PR-Auftritte, mehr Entwicklungsarbeit im Straßenautobereich, intensivere Beratertätigkeit in der Gestione Sportiva. Aber die Nachfolge von Jean Todt als Teamchef, die inzwischen Stefano Domenicali übernommen hat, reizt den Wahlschweizer auch mehr als ein Jahr nach seinem Rücktritt als Fahrer überhaupt nicht.

Mini-Kommandozentrale in den eigenen vier Wänden

"Ich habe neben dem Fernsehbild auch die Computerbildschirme und außerdem höre ich den Teamfunk mit."
Michael Schumacher

Die Rennen verfolgt er am liebsten von zu Hause aus: "Ich habe neben dem Fernsehbild auch die Computerbildschirme und außerdem höre ich den Teamfunk mit", teilte Schumacher mit. "Ich bin komischerweise ohne große Emotionen dabei. Beim ersten Rennen war das für 30 Minuten ein seltsames Gefühl, als alle auf der Startaufstellung waren - aber jetzt nicht mehr. Das Gefühl, dabei sein zu müssen, ist in keinster Weise vorhanden."

Insofern kommt ein Comeback als Rennfahrer für ihn auch nicht in Frage - nicht einmal, wenn einer der beiden Stammfahrer ausfallen sollte, Michael? "Nein, das ist nicht möglich", stellte er ein für allemal klar. Sehr wohl kann er sich jedoch vorstellen, bei Bedarf im Rahmen von Testfahrten ins Formel-1-Auto zu klettern, um den Ferrari-Ingenieuren mit seiner Erfahrung Feedback zu geben - was wegen des neuen Reglements ohne elektronische Fahrhilfen und mit der geplanten Einführung von Slicks Gold wert sein könnte...