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Shanghai: Ehemaliger Streckenchef im Gefängnis

03. Januar 2008 - 11:34 Uhr

Der Veruntreuungsskandal in Shanghai ist endlich beendet, der ehemalige Streckenchef Yu Zhifei wurde zu vier Jahren Gefängnis verurteilt

Michael Schumacher
Der Skandal um den Shanghai International Circuit ist ausgestanden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Im Sommer 2006 kam ans Licht, dass beim Shanghai International Circuit (SIC) offenbar nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist - allerdings zunächst nur sehr vage. Recht schnell stellte sich dann heraus, dass SIC-Chef Yu Zhifei in irgendeiner Form involviert sein dürfte. Diese Woche wurde der Chinese schließlich zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.

Zhifei wird vorgeworfen, insgesamt rund 100.000 Euro veruntreut zu haben, um selbst weniger Geld in sein neues Haus stecken zu müssen, dass mit seiner Arbeit rein gar nichts zu tun hat. Neben der Gefängnisstrafe wurde er auch noch zu einer Geldbuße in der Höhe von umgerechnet knapp 30.000 Euro verdonnert. Dies wurde heute vom Gericht bestätigt, weitere Details sind im Moment aber noch nicht bekannt.

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Durchgesickert ist in den vergangenen Wochen lediglich, dass es Zhifei schon vor seiner Zeit als SIC-Chef mit dem Gesetz nicht immer ganz so genau genommen haben dürfte. So veruntreute er als Vorstandsvorsitzender eines Shanghaier Fußballvereins im Jahr 1997 angeblich 75.000 Euro, 1999 noch einmal weitere 25.000 Euro.

Der Skandal schlug auch abseits der SIC-Formel-1-Fraktion hohe Wellen, denn Zhifei wurde nicht nur vom SIC gefeuert, sondern auch aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen, und im Zuge seiner Verhaftung wurden auch Anschuldigungen gegen mehr als 20 weitere Regierungsmitglieder und Geschäftsleute erhoben. Dabei handelt es sich um den größten Skandal dieser Art seit der Shanghaier Wirtschaftsreform in den 1980er-Jahren.

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