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Schumacher hat volles Vertrauen in Domenicali

13. Januar 2008 - 09:37 Uhr

Michael Schumacher über den neuen Teamchef der Scuderia, seine Erwartungen für die kommende Saison und seine eigenen Reisegelüste

Michael Schumacher
Michael Schumacher beim alljährlichen 'Wrooom'-Event des Ferrari-Teams
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Michael Schumacher wird Ferrari und der Formel 1 nicht nur als Berater des italienischen Rennstalls treu bleiben sondern ganz offiziell als Testfahrer. Doch wenn eines Tages Kimi Räikkönen oder Felipe Massa nicht in der Lage sein sollten, das Rennen zu bestreiten, dann wird der Deutsche nichts ins Rennen gehen, wie er versichert. Diese Zeiten sind vorbei.

Jean Todts Wunsch, seinen Freund zum Teamchef und damit zu seinem Nachfolger ernennen zu können, erfüllte sich nicht. Der 39-Jährige sagte ab. Stattdessen wurde diese Rolle nun Stefano Domenciali zuteil: "Er ist dort, seitdem ich zu Ferrari gekommen bin, er weiß also alles über das Team und hat gute Ideen", so Schumacher beim 'Wrooom'-Presseevent des Teams. "Das war eine gute Entscheidung, aber Jean ist nach wie vor im Hintergrund. Es ist gut, dass frischer Wind reinkommt."

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"Ich weiß nicht, ob er wirklich meinen Rat braucht."
Michael Schumacher

Sollte Domenicali einen Rat benötigen, werde er ihm als Ferrari-Berater zur Verfügung stehen: "Allerdings ist Stefano sehr fähig und verfügt über eine Menge Erfahrung ich weiß also nicht, ob er wirklich meinen Rat braucht. Wir werden sehen. Wir sind alle Freunde. Es ist nicht so, dass ich jemanden in dem Sinn einen Rat geben muss, aber wir werden über alle Themen sprechen und dann unsere Ansichten teilen."

Schumacher ist sich sicher, dass die Umstrukturierung des Teams wie zuletzt die umfangreiche nach dem Weggang von Ross Brawn, Rory Byrne und Paolo Martinelli das Team nicht schwächen wird: "Am Ende blieb es eine starke Truppe. Es ist eine große Familie und das ist vielleicht eine der Stärken im Vergleich zu anderen Teams, soweit ich das von außen beurteilen kann."

"Wenn, dann wird das die Situation verbessern."
Michael Schumacher

Die Personalveränderungen werden die "Roten" nicht schwächen, da ist der Rekordsieger sicher: "Wenn, dann wird das die Situation verbessern, denn Stefano hat über Jahre hinweg an der Seite von Jean Erfahrung gesammelt. Zudem wird ihm Jean zur Seite stehen. Die Organisation wurde verändert, um die Situation zu verbessern, nicht um sie schlimmer zu machen."

In diesem Jahr will der Wahl-Schweizer "ein paar" Rennen besuchen, hauptsächlich jene in Europa. Den Saisonauftakt wird er sich im Fernsehen anschauen, schließlich mache es "keinen Spaß", zum ersten Rennen zu reisen: "Ich bin so viele Jahre gereist und ich muss nicht nach Australien gehen. Ich mag es nun nicht mehr, so viel zu reisen."

Sportlich erwartet Schumacher eine spannende Saison, in der wieder Ferrari und McLaren-Mercedes um den WM-Titel fahren: "Es wird einen sehr engen Kampf zwischen den beiden Top-Teams geben. Aber ich denke, dass Renault und BMW in der Lage sein werden, die Lücke zu schließen und in die Top 2 vorzustoßen."

"Felipe war schlussendlich etwas unglücklicher."
Michael Schumacher

Natürlich sieht Schumacher "seine" beiden Fahrer vorn: "Wir haben zwei sehr starke Fahrer. Wenn man sich das Jahr anschaut, dann muss man sagen, dass Felipe schlussendlich etwas unglücklicher war, über das Jahr gesehen etwas weniger Glück hatte."

"Abgesehen davon war er sehr konkurrenzfähig. Wie jeder Fahrer hat man Momente, in denen man sehr stark ist und dann vielleicht einen Moment, an dem man ein kleines Problem hat, aber generell waren sie beide sehr stark."