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Mosley fürchtet um Super Aguris Zukunft

29. Januar 2008 - 10:33 Uhr

FIA-Präsident Max Mosley ist sich nicht sicher, dass die Formel-1-Saison 2008 mit den elf derzeitigen Teams zu Ende gehen wird

Takuma Sato
Super Aguri steht finanziell gesehen nicht gerade auf gesunden Beinen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - FIA-Präsident Max Mosley ist "nicht sehr" zuversichtlich, dass alle elf aktuellen Formel-1-Teams auch am Ende der Saison 2008 noch mit von der Partie sein werden. Besonders um den Rennstall Super Aguri, der den Winter nur wegen einer Finanzspritze des Geschäftsmannes Alejandro Agag überstanden hat, macht er sich Sorgen.

"Ich denke, für die Teams, die nicht direkt mit einem Hersteller in Verbindung stehen und die keine massive private Unterstützung genießen, ist es schwierig", erklärte Mosley im Rahmen eines Mediengesprächs. "Irgendjemand muss das Geld auf den Tisch legen, aber andererseits habe ich den Teams auch geschrieben, dass sie sich nicht auf einmalige Zahlungen von Milliardären verlassen sollen, weil das langfristig gesehen nicht lebensfähig ist."

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Wegen der Agag-Zahlung könnte Super Aguri die Saison nach Einschätzung des FIA-Präsidenten irgendwie überstehen, "aber das löst nicht das grundsätzliche Problem. Aber was unsere Sicht der Dinge angeht, so sind sie ein ganz normales Team, das ein Recht darauf hat, an den Rennen teilzunehmen. Sie sind in die diesjährige Weltmeisterschaft eingeschrieben und wir rechnen damit, sie in Melbourne zu sehen."

Sollte das Projekt von Aguri Suzuki aber tatsächlich scheitern, dann wäre dies ein verheerendes Signal für die Formel 1, denn nach dem Untergang mehrerer Teams um die Jahrtausendwende (unter anderem Arrows, Jordan, Prost und Tyrrell) wäre ein Scheitern von Super Aguri schon wieder der zweite derartige Vorfall innerhalb kürzester Zeit - David Richards hat ja bekanntlich vergeblich versucht, es mit Prodrive in die Königsklasse zu schaffen.

Daher steht fest: Ein neues Concorde Agreement muss endlich her! "Hoffentlich wird sich die kommerzielle Situation bald klären, damit ein etwaiges zwölftes Team weiß, worauf es sich einlässt", gab Mosley zu Protokoll. "Der erste Schritt ist einmal eine Vereinbarung zwischen den Teams, wer was bekommt und unter welchen Umständen." Theoretisch sei aber auch denkbar, die Formel-1-Startplätze von maximal zwölf auf elf Teamslots zu reduzieren.

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