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Mateschitz duldet keine Kritik an seiner Finanzstrategie

20. Januar 2008 - 11:32 Uhr

Dietrich Mateschitz lässt den Vorwurf, er werfe bei Red Bull in der Formel 1 mit Geld um sich, um Erfolg zu kaufen, nicht gelten

Dietrich Mateschitz
Dietrich Mateschitz versteht die Kritik an seinem Businessethos überhaupt nicht
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mit einem Firmenwert von geschätzten vier Milliarden Euro gehört Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz zu den reichsten Männern der Formel 1. Insofern ist es kein Wunder, dass es vor allem in den Medien immer wieder heißt, dass Geld bei Red Bull Racing und Toro Rosso keine Rolle spielt, aber dem ist keineswegs so.

Mateschitz mag zwar Formel-1-Fan sein und würde wohl nie zögern, für ein bestimmtes Vorhaben zusätzliches Geld in die Hand zu nehmen, aber grundsätzlich haben seine beiden Teams ein festes Budget, mit dem sie auskommen müssen - geschätzte 150 Millionen Euro bei Red Bull Racing, nur gut die Hälfte bei Toro Rosso, wie man hört. Davon, dass das Geld in Milton Keynes und Faenza wahllos zum Fenster rausgeschaufelt wird, kann also keine Rede sein.

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Das will sich Mateschitz auch nicht vorwerfen lassen: "Verzeihung, aber das wurde doch nur von den Medien konstruiert", verteidigte er seinen Businessethos gegenüber der 'Kleinen Zeitung'. "Wir haben nicht einen Mitarbeiter durch ein überhöhtes Angebot irgendwo abgeworben. Wir bezahlen innerhalb des üblichen Marktpreisgefüges. Aber Rochaden und Fluktuation gehören zum Geschäft. Tüchtige Leute abzuwerben, das machen auch andere Teams seit 50 Jahren."

Nach außen hin mag freilich der Eindruck entstanden sein, dass bei Red Bull nicht unbedingt jeder Euro zweimal umgedreht werden muss, denn als es darum ging, Stardesigner Adrian Newey zu verpflichten, war Geld überhaupt kein Thema. Und allzu billig war wohl auch die Energy-Station nicht, also jenes pompöse Motorhome, in dem sich das halbe Fahrerlager regelmäßig auf Red-Bull-Kosten verwöhnen lässt...