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Endlich ziehen in Silverstone alle an einem Strang

10. Januar 2008 - 21:59 Uhr

Silverstone-Geschäftsführer Richard Phillips hat das Gefühl, dass nun alle an einem Strang ziehen, wenn es um den britischen Grand Prix geht

Silverstone
Am Grand Prix in Silverstone hängt die komplette britische Motorsportindustrie
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton ist zwar nicht direkt verantwortlich dafür, aber indirekt hat der Hype um seine Person sehr wohl positive Auswirkungen: In Silverstone ziehen nämlich erstmals seit Jahren alle an einem Strang, wenn es um die Zukunft des britischen Grand Prix geht. Der aktuelle Vertrag mit Bernie Ecclestone läuft ja nur noch bis einschließlich 2009.

"Ich denke, das ist das erste Mal, seit ich hier bin, dass alle zusammenhalten - und damit meine ich auch die regionale Regierung und die britische Regierung", erklärte Silverstone-Geschäftsführer Richard Phillips am Rande der 'Autosport International Show' in Birmingham. "Wir sind sehr bedacht darauf, den Grand Prix zu behalten und damit auch die Hightech-Jobs für die Industrie zu sichern, damit sie weiter wachsen kann."

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Vor der Hamilton-Mania war die Zukunft von Silverstone bekanntlich ein leidiges Thema, denn während Ecclestone ständig teure Verbesserungen der Anlagen und der Infrastruktur forderte, wollte die britische Regierung diese nie finanzieren. Nun hat jedoch der britische Rennfahrerklub BRDC, dem die Strecke gehört, selbst ein Finanzierungsmodell ausgearbeitet - und die Regierung hat ihre Unterstützung zugesichert.

Dass es schwierig ist, staatliche Gelder für die Formel 1 zu mobilisieren, kann Digby, Lord Jones von Birmingham, durchaus nachvollziehen: "Für die Politiker ist es schwer zu rechtfertigen, Geld in eine Strecke für eine der reichsten Sportarten der Welt zu stecken", so der britische Handelsminister. Gleichzeitig betonte er aber, wie wichtig der Grand Prix sei, denn ohne Formel-1-WM-Lauf würde Großbritannien "binnen fünf Jahren" den Status als Nummer eins im Motorsport verlieren.

Phillips gab indes zu, dass er die schon seit Jahren im Raum stehenden Forderungen Ecclestones nach einer Modernisierung eigentlich nachvollziehen kann: "Bernie ist Engländer und möchte eben etwas haben, auf das er stolz sein kann. Und, ganz ehrlich: Wir sind in Großbritannien das Äquivalent von Wembley, aber wir haben bei weitem nicht den gleichen Standard. Es ist aber wichtig für Großbritannien, dass das der Fall ist", so der Brite.

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