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EU drängt Formel 1 zu mehr Umweltbewusstsein

18. Januar 2008 - 20:26 Uhr

Die Europäische Union drängt die Formel 1 zu einer Vorreiterrolle in Sachen Umweltschutz - FIA freut sich über diese Entwicklung

Max Mosley
Max Mosley setzt sich sehr dafür ein, dass die Formel 1 umweltbewusster wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Quer durch alle Rennserien gibt es im Motorsport momentan Bestrebungen, den Umweltschutz etwas mehr ins Bewusstsein zu rücken - so hat zum Beispiel die A1GP gerade an diesem Wochenende auf Biobenzin umgestellt, während derartige Bestrebungen auch in der Formel 1 nicht neu sind. Nun schaltet sich die Europäische Union in die Diskussion ein.

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments haben nämlich einen Bericht namens CARS 21 verfasst, in dem der Motorsport und die Formel 1 im Besonderen dazu aufgefordert wird, eine gesellschaftliche Vorreiterrolle in Sachen Umweltschutz einzunehmen. Primär geht es dabei um eine Reduktion der CO2-Emmissionen, wie sie der EU natürlich auch generell im Automobilbereich ein Anliegen ist.

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Der Bericht fordert die FIA konkret dazu auf, "innovative Umwelttechnologien" zu fördern, "die zu einer Reduktion der CO2-Emmissionen führen könnten und in weiterer Folge zu einer Verbesserung der Effizienz aller Automobile". Außerdem anerkennt CARS 21 "die Rolle, die der Motorsport dabei spielen kann, das Kundenverhalten in Richtung umweltfreundlicherer Technologien zu beeinflussen".

Und weiter: "Wir bitten die FIA und andere in der Formel 1 involvierte Parteien darum, das Reglement so zu ändern, dass umweltfreundliche Technologien wie Biotreibstoffe, Vierzylindermotoren oder Hybridsysteme einfacher adaptiert werden können."

Für die FIA stellt der EU-Bericht kein großes Umdenken dar, denn in Absprache mit den involvierten Automobilherstellern wird sowieso seit einigen Monaten in diese Richtung gearbeitet. So wird zum Beispiel schon 2009 ein Energierückgewinnungssystem (KERS) eingeführt, das im Prinzip den ersten Schritt in Richtung Hybridtechnologie darstellt. 2013 soll dann ein komplett neues und umweltfreundlicheres Motorenformat kommen.

Daher reagierte FIA-Präsident Max Mosley erfreut auf CARS 21: "Es ist enorm zufrieden stellend, dass das Europäische Parlament den Beitrag, den der Motorsport in der Verbesserung von grünen Technologien spielen kann, erkennt und gleichzeitig die Arbeit der FIA in diesem Bereich unterstützt. Mit der Unterstützung der involvierten Automobilhersteller und mit der in diesem Sport vorhandenen Ingenieursexpertise hoffen wir, dass wir einen Transfer von energieeffizienten Technologien in die Serienproduktion, von dem die gesamte Gesellschaft profitieren würde, ermutigen können."

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