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Bourdais fürchtet die Erwartungen der Franzosen

11. Januar 2008 - 16:44 Uhr

Sébastien Bourdais weiß, dass er 2008 nicht Weltmeister werden kann, aber er hat Angst, dass seine Landsleute zu viel von ihm erwarten könnten

Sébastien Bourdais
Sébastien Bourdais freut sich schon auf seine erste Formel-1-Saison
© GEPA

(Motorsport-Total.com) - Wer als vierfacher ChampCar-Meister nach Europa kommt, der hat es in der Öffentlichkeit unweigerlich mit einer großen Erwartungshaltung zu tun, gerade in einer Rennsportnation wie Frankreich. Insofern hat Sébastien Bourdais ein bisschen Angst, dass seine Landsleute zu viel von ihm erwarten könnten, obwohl er bei Toro Rosso wohl kaum ganz nach vorne fahren kann.

Ihm selbst ist das auch bewusst, weshalb er auf Verständnis seitens der Fans hofft: "Was mir Sorgen macht, ist die Tatsache, dass einige Leute nicht verstehen, dass ich nicht die gleichen Voraussetzungen habe wie Hamilton bei McLaren. Ich werde nächstes Jahr sicher nicht Weltmeister! Das erwarten in Frankreich zwar viele, aber das kann ich nicht erfüllen", erklärte Bourdais in einem Interview mit der Sportzeitung 'L'Équipe'.

Außerdem erklärte er, warum er momentan der einzige Franzose in der Formel 1 ist: "Das sind zyklische Bewegungen. Wenn man sich die Formel-1-Geschichte anschaut, dann hat es manchmal bis zu zehn Franzosen gleichzeitig gegeben, aber jetzt sind es eben viel weniger. So ist das eben, so war es schon immer - und so wird es immer bleiben. Das ist einfach die Natur dieses Sports", gab der Toro-Rosso-Pilot zu Protokoll.

Übrigens: Zu seinem ChampCar-Arbeitgeber, Hollywood-Schauspieler Paul Newman, hat Bourdais immer noch Kontakt - die beiden haben sogar Thanksgiving gemeinsam verbracht. Und: "Ich habe Paul auch schon zu einem Grand Prix eingeladen, aber er weiß noch nicht, zu welchem er kommen wird. Als ich ihm gesagt habe, dass ich in die Formel 1 gehe, war er ein bisschen enttäuscht, aber er hat sich auch für mich gefreut", so der ehemalige Formel-3000-Champion.