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Traktionskontrolle: Glock erwartet keine Revolution

01. Dezember 2007 - 12:07 Uhr

Formel-1-Neuzugang Timo Glock erwartet durch das Verbot der Traktionskontrolle keine Revolution des Fahrens, aber etwas mehr Überholmanöver

Timo Glock
Timo Glock findet die Neuerungen für 2008 und das Verbot der TK positiv
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - 2008 greift wieder das Verbot der Traktionskontrolle, wodurch sich die meisten Experten kaum Veränderungen erwarten. Timo Glock allerdings rechnet zumindest mit minimalen Anpassungen des Fahrstils und mit einer etwas höheren Fehlerquote, was seiner Meinung nach zu mehr Überholmanövern führen könnte.

"Die Fehlerquote wird höher sein und wenn man einen Fehler macht, dann verliert man Zeit. Dadurch wird mit Sicherheit das eine oder andere Überholmanöver stattfinden", erklärte der Toyota-Pilot. "Aber das generelle Problem, dass man nicht überholen kann, wenn zwei hintereinander fahren und keinen Fehler machen, bleibt bestehen. Der Bremspunkt verändert sich höchstens minimal, aber nicht so, dass man neben jemanden fahren und ihn ausbremsen kann. Aber durch die höhere Fehlerquote wird es spannender werden."

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Glock ist auch einer der Befürworter des Verbots, weil so der Fahrer wieder etwas mehr in den Mittelpunkt rückt - und weil er aus der GP2 Autos ohne elektronische Fahrhilfen in- und auswendig kennt. Insofern könnte das neue Reglement für ihn eine größere Hilfe sein als für so manchen Piloten, der schon seit mehreren Jahren Formel 1 fährt.

"Ich habe den Vorteil, dass sich andere Fahrer, die schon länger Formel 1 fahren, erst wieder umstellen müssen", erklärte er gegenüber 'speed-academy.de'. "Ich setze mich einfach rein und fahre los. Ich schätze mal, dass die Umgewöhnungsphase der anderen nach den ersten Tests erledigt ist. Aber für mich entfällt ein Element bei der Eingewöhnung im neuen Auto."

Was seinen eigenen Fahrstil angeht, so mag Glock "auf keinen Fall ein untersteuerndes" Auto, sondern "am liebsten neutral. Aber ich kann auch mit einem bisschen Übersteuern leben." Und auf das geplante Comeback der Slicks freut er sich schon besonders: "Auf Formel-1-Autos gehören Slickreifen drauf. Man muss natürlich aufpassen, dass es dadurch nicht wieder viel schneller wird."

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