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Super Aguri: Audetto glaubt ans Überleben

19. Dezember 2007 - 15:02 Uhr

Dank des positiven Vorstandsbeschlusses von Honda glaubt Teammanager Daniele Audetto, dass Super Aguri die Finanzkrise überstehen wird

Daniele Audetto
Daniele Audetto ist sich sicher, dass sein Team 2008 am Start sein wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Vor der Saison 2006 dauerte es gerade mal ein paar Monate, aus vier Jahre alten Arrows-Chassis und einer seit Jahren stillgelegten Fabrik das Super-Aguri-Team zu formen. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich die Truppe von Aguri Suzuki von ihren derzeitigen Finanzproblemen auch nicht aus der Bahn werfen lässt.

Zugespitzt hat sich die Situation erst nach Saisonende 2007, denn als deutlich wurde, dass es allzu bald keine Klarheit in der Kundenautofrage geben würde - dafür muss erst ein neues Concorde Agreement unterzeichnet werden -, tat man sich in den Verhandlungen mit potenziellen neuen Geldgebern immer schwerer. Super Aguri ist als Bezieher von Honda-Boliden nämlich auf eine positive Kundenautoregelung angewiesen.

Kundenautofrage muss geklärt werden

Genau mit diesem Punkt steht und fällt die Zukunft des Rennstalls, wie auch Teammanager Daniele Audetto weiß: "Ich hoffe, dass die Entscheidung sehr bald in unserem Sinne fallen wird", erklärte der ehemalige Ferrari-Mitarbeiter gegenüber 'autosport.com'. "Das ist doch alles nur Politik, was da läuft. Wenn ich Sponsor wäre, würde ich mit meiner Entscheidung aber auch erst abwarten, wie die Entscheidung ausfällt."

Worst-Case-Szenario für einen möglichen Geldgeber: Man investiert für ein paar Aufkleber auf den Super-Aguri-Boliden Millionenbeträge, doch dann schreitet die FIA ein, verbietet Kundenautos endgültig - und die Logos werden nie am Start eines Rennens gesehen. Verständlich, dass sich darauf niemand einlassen will. So ruhen nun alle Hoffnungen auf dem Honda-Vorstand, der bereits abgesegnet hat, dass das Satellitenteam weiter subventioniert werden soll.

Honda ist der "große Bruder"

"Wir müssen uns immer daran erinnern, warum Super Aguri eigentlich existiert", so Audetto. "Wir existieren, weil wir Unterstützung, Verpflichtung und Richtung von Honda zugesichert bekommen haben. Wir pflegen mit ihnen eine enge Zusammenarbeit." Am öffentlichen Support scheitert es jedenfalls nicht: "Als ich kürzlich beim Honda-Festival war, wurden Aguri und Takuma (Sato; Anm. d. Red.) toll bejubelt."

Aber er redete nicht um die Probleme herum: "Die Sache ist die, dass wir dieses Jahr 40 Millionen US-Dollar verloren haben. Damit meine ich die 30 Millionen von SS United und zehn Millionen von den Sponsoren von Giedo van der Garde. Das sorgte für große Probleme und bewirkte, dass wir ab Indianapolis die Entwicklung zurückschrauben mussten", gab Audetto zu. Von SS United und van der Garde wird man übrigens, das ist klar, auch künftig kein Geld mehr sehen...

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