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Steht Super Aguri jetzt auf der Kippe?

10. Dezember 2007 - 17:23 Uhr

Über die weitere Zukunft von Super Aguri soll in den nächsten Tagen entschieden werden - Verkauf, Schließung oder weitere Honda-Unterstützung?

Aguri Suzuki
Wird Aguri Suzuki 2008 mit seinem Team an den Start gehen können?
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Dass es um die finanziellen Reserven des Formel-1-Rennstalls von Super Aguri nicht gerade zum Besten bestellt ist, sickerte bereits im Sommer 2007 durch, als bekannt wurde, dass Hauptsponsor SS United mit seinen Zahlungen in Rückstand geriet.

Bereits die erste Formel-1-Saison 2006 hatte Super Aguri mit einem Verlust von 6,45 Millionen Euro beendet und es darf getrost angenommen werden, dass diese Schieflage durch Honda beglichen wurde: Doch jetzt könnte es erneut eng für die im mittelenglischen Leafield stationierte Truppe um Aguri Suzuki werden.

Zwar wird in der kommenden Saison eine höhere Zahlung aus der Formel-1-Kasse erwartet - die Rede ist von 40, anstatt wie bisher 20 Millionen US Dollar - aber trotzdem würde dann immer noch eine stattliche Etatlücke von weiteren 40 Millionen US Dollar offenstehen.

Nach Informationen des Fachmagazins 'Auto Motor und Sport' soll daher in den nächsten Tagen im Dialog mit Honda eine Grundsatzentscheidung getroffen werden, die im schlimmsten Fall dazu führen könnte, dass Super Aguri seine Tore schließen müsste.

Sato gesetzt - wer fährt das zweite Auto?

Takuma Sato
Sollte es weitergehen, dann dürfte zumindest Takuma Sato aufatmen können
© xpb.cc

Drei Möglichkeiten stehen dabei zur Debatte: Eine weitere Honda-Unterstützung, ein Verkauf - oder eben die Schließung. Interessierte Käufer wurden bereits einige kolportiert, ohne dass in den letzten Monaten konkretes vermeldet werden konnte. Ein wichtiger Grund dafür könnte dabei das Thema Kundenautos darstellen, denn noch ist deren Legalität ungeklärt - Super Aguri bezieht Chassis und Motor bekanntlich von Honda.

Somit sei bei einem Verkauf von Super Aguri in seiner momentanen Situation derzeit kein adäquater Marktpreis zu erzielen. Immerhin: Es gibt offenbar Stimmen im Honda-Lager, die dringend dazu raten, das Team finanziell erst auf eigene Beine zu stellen. Denn rein wirtschaftlich macht ein Verkauf erst dann Sinn, wenn auch ein vernünftiger Preis am Markt zu erzielen ist.

Sollte es 2008 weitergehen, dann dürfte Takuma Sato sein Cockpit sicher haben. Um die Zukunft von Anthony Davidson ranken sich einige Spekulationen. Der langjährige Honda-Edeltester könnte im Falle des Abwanderns von Christian Klien zu Force India wieder als Testfahrer bei Honda arbeiten.

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