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Red Bull Racing orientiert sich an Renault

19. Dezember 2007 - 12:07 Uhr

In der dritten Januar-Woche wird Red Bull Racing erstmals mit dem neuen RB4 ausrücken, der Williams über- und Renault einholen soll

Christian Horner und Flavio Briatore
Christian Horner: Pass auf, Flavio, 2008 wollen wir euch schwer zusetzen!
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mit 24 Punkten sicherte sich Red Bull Racing 2007 den fünften Platz in der Konstrukteurs-WM und erfüllte damit dank des WM-Ausschlusses von McLaren-Mercedes genau das von Dietrich Mateschitz vorgegebene Sollziel. 2008 soll allerdings der vierte Rang her, so dass man bei normalem Saisonverlauf nicht nur Williams, sondern auch Renault überholen muss.

Die Wunderwaffe, mit der man diese Ziele in Angriff nehmen will, ist der RB4, der von Adrian Newey konstruiert wurde - in Zusammenarbeit mit Geoff Willis, den das Team aus dem Honda-Altmüll aufgesammelt hat. Die beiden kennen sich gut, haben schon bei Leyton House und Williams zusammengearbeitet und gelten als zwei der Topstars in der Branche. Daher gehen Red Bull nun langsam die Ausreden aus, falls es nächstes Jahr wieder nicht klappen sollte.

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"Die ganze Designgruppe arbeitet nun extrem gut zusammen", lobte Teamchef Christian Horner gegenüber 'formula1.com'. "Geoff war der letzte Puzzlestein in unserer Aufstellung. Adrian und Geoff kennen einander schon gut aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Williams und Leyton House, wodurch Geoff vom ersten Arbeitstag an etwas bewegen konnte." Die sonst übliche Eingewöhnungszeit fiel nämlich deutlich kürzer aus.

Und so ist Red Bull Racing diesmal auch nicht im Verzug, was das Design des neuen Boliden angeht: "Der RB4 wird in der dritten Januar-Woche erstmals auf der Strecke laufen", kündigte Horner an. "Es wird eine Evolution des RB3 sein, der in der zurückliegenden Saison eine gute Pace gezeigt hat, speziell in den letzten drei Rennen." Newey/Willis verzichten also auf einen Konzeptwechsel, sondern merzen stattdessen nur die Schwächen des RB3 aus, dessen Basis ja vernünftig war.

Vor allem in puncto Zuverlässigkeit und Packaging hat Red Bull Racing massiven Aufholbedarf, aber auch das Gewicht soll über den Winter reduziert werden. Falls all das gelingen sollte, müsste die Performance für einen Sprung nach vorne gut genug sein: "Mit dem gleichen Motor wie das Renault-Werksteam müssen sie mehr als jedes andere Team unser Barometer sein", legte sich Horner die Latte hoch - speziell angesichts der Rückkehr von Fernando Alonso...