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Mosley: Spionage war nicht nur negativ

12. Dezember 2007 - 11:32 Uhr

FIA-Präsident Max Mosley kann der Spionageaffäre im Nachhinein sogar etwas Positives abgewinnen - Schaden seiner Meinung nach nicht irreparabel

Max Mosley und Fernando Alonso
Max Mosley (links) ist froh, dass die beiden Spionagefälle ausgestanden sind
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Monatelang haben die zwei Spionageaffären um McLaren-Mercedes, Renault und Ferrari die Formel 1 in Atem gehalten, doch die Auswirkungen, so glauben manche Experten, wird man noch lange spüren. Das mag sein, weil nun jedes Team weiß, dass harte Konsequenzen drohen, wenn man erwischt wird, aber der Schaden für das Image des Sports dürfte sich in Grenzen halten.

Der Radsport wäre an den vielen Dopingfällen in den vergangenen Jahren beinahe zerbrochen und liegt momentan wie ein Sterbender am Boden, während die letzten noch verbliebenen Sanitäter versuchen, ihn zu reanimieren. Die Formel 1 hat im Gegensatz dazu möglicherweise unter den Spionagefällen gelitten und deswegen an Glaubwürdigkeit verloren, aber dank der außergewöhnlich spannenden Saison 2007 erfreut sie sich international gesehen größerer Beliebtheit denn je.

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Das sieht auch FIA-Präsident Max Mosley so: "Ich glaube nicht, dass die Sache Schaden angerichtet hat - im Gegenteil, es wurde sogar öffentliche Aufmerksamkeit generiert. Das ist immer das Paradoxe: Wenn es einen großen Streitfall gibt, zieht das ein Publikum an, das normalerweise nicht Formel 1 schauen würde. So gesehen war es sogar etwas Positives", erklärte er in einem Interview mit dem Magazin 'The Paddock'.

Der Brite ist der Meinung, dass das World Council die notwendigen Schritte ergriffen hat, damit so etwas nicht wieder vorkommen wird: "Sehr wichtig ist", argumentierte er, "dass die Leute glauben, dass die Spionage vorbei ist und nicht wieder vorkommen kann. Dann hat die Sache überhaupt keinen Schaden angerichtet. Der einzige Schaden wäre, wenn die Leute glauben würden, dass das nie aufhört und dass wir es nicht stoppen können."

Ferner enthüllte Mosley, dass nach dem Fast-Freispruch von McLaren-Mercedes in erster Instanz die Affäre noch einmal ins Rollen kam, weil Bernie Ecclestone ein BlackBerry-Handheld zu Gesicht bekommen hatte, auf dessen Display brisante E-Mails in spanischer Sprache zu sehen waren. Das war zwar nicht genug, um eine Untersuchung einzuleiten, doch dieses Verdachtsmoment löste bei der FIA die Skepsis aus, die letztendlich zur Verurteilung der Silberpfeile führte...