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Klien: "Wir könnten einige überraschen"

04. Dezember 2007 - 12:40 Uhr

Christian Klien will sich diese Woche das zweite Cockpit bei Force India sichern und dann nächstes Jahr für eine positive Überraschung sorgen

Christian Klien
Christian Klien brennt regelrecht darauf, das Comeback als Rennfahrer zu schaffen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Es ist schon irgendwie merkwürdig, dass sich seit heute Vormittag gleich sieben Fahrer um das zweite Cockpit bei Force India streiten, während gleichzeitig auch der Platz neben Lewis Hamilton bei McLaren-Mercedes frei wäre. Aber die Silberpfeile haben eben sehr hohe Ansprüche, so dass all jene, die dort durch den Rost fallen, als Plan B auf den ehemaligen Spyker-Rennstall hoffen.

Zur Riege dieser Piloten - und zwar zu jenen vier neben Ralf Schumacher, Giancarlo Fisichella und Vitantonio Liuzzi, denen man ernsthafte Chancen einräumen muss - gehört auch Christian Klien, denn der Österreicher hat genug vom Testen bei Honda, hat den Japanern bereits die Kündigung auf den Tisch gelegt und sucht daher mit vollem Elan nach einem neuen Job. Kein Wunder also, dass er in den vergangenen Monaten so hart wie noch nie zuvor an sich gearbeitet hat.

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Force India kein sportlicher Abstieg

"Ich glaube, dass wir einige Leute in der Formel 1 überraschen können."
Christian Klien

Stammpilot Adrian Sutil hat sich bereits für Klien ausgesprochen - und Klien selbst würde Force India nach Jaguar, Red Bull Racing und Honda keineswegs als Abstieg bewerten: "Wenn die Dinge gut laufen und ich längerfristig mit dem Team arbeiten darf, dann glaube ich, dass wir einige Leute in der Formel 1 überraschen können", gab er in einem Interview mit unseren Kollegen vom Internetdienst 'Pitpass' zu Protokoll.

Seine Hoffnung basiert in erster Linie auf der Übernahme des Teams durch den indischen Geschäftsmann Vijay Mallya: "Man kann den Unterschied innerhalb des Teams schon sehen. Er schaut immer nach vorne und ist gut darin, alle zu motivieren. Er möchte neue Leute mit der nötigen Erfahrung holen, um dem Team in der Entwicklung zu helfen, und damit meint er auch Fahrer, die den Ingenieuren wirklich gutes Feedback geben können", so der 47-fache Grand-Prix-Teilnehmer.

Das klingt freilich ein bisschen nach Eigenwerbung, denn Klien ist mit seinen 24 Jahren zwar noch im besten Formel-1-Alter, hat aber schon drei Jahre als Renn- und eines als Testfahrer auf dem Buckel. Speziell 2007 bei Honda konnte er in einem großen Werksteam viel dazulernen, zumal die beiden Stammpiloten Rubens Barrichello und Jenson Button als waschechte Routiniers gelten, von denen sich jeder Youngster einiges abschauen kann.

Bei Honda sah er keine Zukunft

"Ein Jahr als Testfahrer reicht mir - ich muss Rennen fahren."
Christian Klien

"Mit dem Honda-Team zu arbeiten", erklärte Klien rückblickend auf seine Entscheidung, dort zu kündigen, "war eine sehr interessante Erfahrung, aber als mir klar wurde, dass Jenson und Rubens 2008 als Rennfahrer weitermachen würden, entschied ich mich dafür, woanders nach einem Rennvertrag zu suchen. Ein Jahr als Testfahrer reicht mir - ich muss Rennen fahren. Darauf konzentriere ich mich nun."

Wäre er in der Position von Mallya und Teamchef Colin Kolles, würde er sich diese Chance auch geben: "Es ist klar, dass die Zukunft der Formel-1-Teams in Fahrern liegt, die die Kombination aus Jugend, Erfahrung und Speed bieten können. Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall, als junge Fahrer manchmal echte Rookies waren", verwies Klien auf seine Vorteile im Vergleich zu Kandidaten wie Roldan Rodriguez oder Giedo van der Garde.

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