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Hülkenberg: "Wenn es klappt, wäre es toll"

06. Dezember 2007 - 09:29 Uhr

Nico Hülkenberg hat seine ersten beiden Testtage in der Formel 1 hinter sich und zieht eine positive Bilanz: "Es hat unheimlich Spaß gemacht"

Nico Hülkenberg
Nico Hülkenberg hat bei seinem zweitägigen Test in Jerez Blut geleckt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Spätestens seit seinem Gesamtsieg 2006/07 in der A1GP-Serie als Zugpferd bei Willi Webers deutschem Team gilt Nico Hülkenberg als nächste große Motorsporthoffnung in Schwarz-Rot-Gold. Am Dienstag und Mittwoch kam er schließlich in Jerez de la Frontera zu seinen ersten Testkilometern in einem Formel-1-Auto.

Der 20-Jährige spulte am ersten Tag 28 und am zweiten 67 Runden ab, steigerte sich von 1:21.556 auf 1:21.068 Minuten und war damit im direkten Vergleich um einen Hauch schneller als Kazuki Nakajima, aber um vier Zehntelsekunden langsamer als Nico Rosberg gestern. Dennoch durfte er mit seiner Vorstellung recht zufrieden sein, schließlich leistete er sich an den beiden Tagen keine nennenswerten Patzer.

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Nur ein kleiner Fehler an zwei Tagen

"Vielleicht war da noch eine nasse Stelle. Auf jeden Fall ging es ab ins Kiesbett."
Nico Hülkenberg

Der einzige Ausritt ins Kiesbett passierte gleich am Dienstag, als er "ausgangs der vierten Kurve ein bisschen zu weit nach außen" kam: "Ich habe mit dem Hinterreifen den Randstein getroffen. Vielleicht war da noch eine nasse Stelle. Auf jeden Fall ging es ab ins Kiesbett", schilderte er gegenüber 'auto motor und sport'. Durch dieses Missgeschick wurde der Williams-Toyota FW29 leicht beschädigt, aber das wurde vom Team schlimmstenfalls als Anfängerfehler wahrgenommen.

Passiert ist das Ganze übrigens wegen einer reinen Unachtsamkeit, nicht wegen des Drucks, eben keine Fehler zu machen - denn an den möglichen Testvertrag dachte Hülkenberg im Cockpit nicht: "Das war nie im Hinterkopf", winkte er ab. "Ich habe mir gesagt: Wenn es klappt, wäre es toll. Wenn nicht, dann konzentriere ich mich nächstes Jahr auf die Formel 3-Euroserie. Ich habe das Fahren im Formel-1-Auto einfach nur genossen. Es hat unheimlich Spaß gemacht."

Hülkenberg von der Formel 1 beeindruckt

"Jetzt weiß ich, warum für die Formel 1 eine lange Lehrzeit in den kleineren Klassen notwendig ist."
Nico Hülkenberg

Die Formel 1 sei "kein Kinderspiel mehr", fügte der Emmericher schmunzelnd an, und man trage als junger Fahrer eine enorme Verantwortung, wenn 50 Leute an einem Auto schrauben, das noch dazu sündhaft teuer ist. Daher ist ihm nun auch klar: "Jetzt weiß ich, warum für die Formel 1 eine lange Lehrzeit in den kleineren Klassen notwendig ist. Unglaublich, was du in so einem Auto alles zu beachten hast!"

Manager Weber, der übrigens ebenfalls in Jerez war, wird nun versuchen, für seinen Schützling einen Testvertrag bei Williams auszuhandeln - Antwort erhofft er sich noch vor Weihnachten, damit er den Deal quasi bei Hülkenbergs unter den Weihnachtsbaum legen kann. Unabhängig davon wird das deutsche Nachwuchstalent 2008 aber eine weitere Saison in der Formel-3-Euroserie bestreiten, wo er für das ART-Team (ehemals ASM) den Titel holen soll.