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Christian Horner wagt keine Prognose

21. Dezember 2007 - 10:31 Uhr

Die Ziele für die Saison 2008 kann der Red Bull Racing-Teamchef definieren, eine Prognose wagt er nach der dieses Jahr gemachten Erfahrung jedoch nicht

Christian Horner
Christian Horner ist optimistisch aber gleichzeitig auch realistisch
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das Red Bull Racing-Team ist nicht nur budgetär und technologisch, sondern nicht zuletzt nach der Verpflichtung von Adrian Newey auch personell sehr gut aufgestellt. Dennoch gelang dem Team bisher nur das eine oder andere Achtungsergebnis. Die Saison beendete man mit mageren 24 WM-Punkten und hinkte damit deutlich hinter den selbst gesteckten Saisonzielen zurück.

Teamchef Christian Horner spricht dennoch von "signifikanten Fortschritten", die das Team in der abgelaufenen Saison erzielen konnte - schließlich hatte man ein völlig neu konzipiertes Auto, mit Renault einen neuen Motorpartner und mit Newey einen neuen Designchef: "Trotz einiger zäher Probleme war das Potenzial für alle klar zu sehen", so der Brite im Interview mit dem 'crash.net Radio'.

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Die Analyse des Teams hat gezeigt, dass die Probleme mit der Zuverlässigkeit den Rennstall im Verlauf der Saison 24 WM-Punkte gekostet haben - man hatte also das Potenzial, doppelt so viele WM-Zähler einzufahren: "Die späte Entscheidung in Bezug auf den Motor löste eine Kettenreaktion aus und sorgte für Probleme mit dem Design, die zu zu vielen Ausfällen durch Getriebe-Defekte führten."

"Ich denke, dass wir die Saison womöglich mit dem viertschnellsten Auto beendet haben, aber dies wurde leider durch die Anzahl der Punkte, die wir verloren, nicht widergespiegelt. Das ist ein Gebiet, auf das wir uns sehr intensiv konzentrieren müssen", so Horner weiter. "Das gesamte Team hat sehr hart gearbeitet, um das beim nächstjährigen Auto zu verbessern."

Dass man an beiden Fahrern, David Coulthard und Mark Webber, festhält, war für das Team nach Aussage des 31-Jährigen eine logische Entscheidung: "Sie sind beide hoch intelligente, professionelle Fahrer und immer noch extrem motiviert und sehr schnell. Ihre Stärken und Schwächen liegen in anderen Teilen des Grand-Prix-Wochenendes, aber als Fahrerpaarung sind sie für uns sehr stark."

Mit den Fortschritten, die man bei den letzten Testtagen des Jahres machen konnte, ist Horner sehr zufrieden. Man habe an Verständnis dazugewonnen, in welchen Bereichen man das Auto verbessern muss: "Wir haben zusammen hart gearbeitet, um den RB4 auf Basis des RB3 zu entwickeln. Ich denke, dass wir dank der Tatsache, dass es in der Design-Abteilung zum ersten Mal Kontinuität gibt, und in Bezug auf den Motorpartner und die Fahrerpaarung optimistisch auf 2008 blicken können."

Die Basis des RB3 sei "ziemlich respektabel" gewesen und man ist sich sicher, dass man das Potenzial dieser Basis im kommenden Jahr wesentlich besser ausnutzen kann, schließlich habe man jedes noch so kleine Detail des Autos unter die Lupe genommen und bei Bedarf überarbeitet.

Auf eine Prognose für das kommende Jahr möchte sich Horner jedoch nicht einlassen: "Natürlich ist es das Ziel zu gewinnen, aber wir sind realistisch genug um zu wissen, dass wir im Moment eine Phase des Lernens und Wachsens durchmachen. Wir wollen so nah an der Spitze sein wie möglich, wissen jedoch, dass wir es mit ein paar formidablen Gegnern und Teams zu tun haben, die sich im Besitz von Automobilherstellern befinden."