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Blundell traut seinen britischen Landsleuten viel zu

30. Dezember 2007 - 15:07 Uhr

Mark Blundell spricht über die vier britischen Formel-1-Fahrer und sieht bei allen Stärken, speziell bei Youngster Lewis Hamilton

Mark Blundell
Mark Blundell analysiert die Leistungen seiner britischen Landsleute
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - 2007 waren in der Formel 1 vier Briten am Start: die drei Engländer Lewis Hamilton, Jenson Button und Anthony Davidson sowie der Schotte David Coulthard. Natürlich war Hamilton die herausragende Figur dieses Quartetts, aber laut Ex-Grand-Prix-Pilot Mark Blundell können auch alle anderen mit ihren jeweiligen Leistungen zufrieden sein.

Für die Öffentlichkeit am wenigsten präsent war wohl Davidson, der sich bei Super Aguri mit unterlegenem Material rumschlagen musste und daher auch keinen einzigen WM-Punkt einfuhr. Aber: "Anthony hat dieses Jahr endlich seine Chance in der Formel 1 bekommen - und ich denke, dass er einen guten, soliden Job gemacht hat", analysierte Blundell. Und: "Er hat bewiesen, dass er in Zukunft einen Startplatz verdient."


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Button war da zumindest den Zahlen nach etwas erfolgreicher, sammelte mit dem RA107-Flop von Honda immerhin sechs WM-Zähler. Gemessen an den Erwartungen vor Saisonbeginn war das natürlich viel zu wenig, aber das lag keineswegs am Fahrer - ganz im Gegenteil: "Viele Leute sind der Meinung, dass es seine bisher beste Saison überhaupt war. Da stimme ich voll und ganz zu", gab Blundell zu Protokoll.

Coulthard gewann indes das direkte Red-Bull-Duell gegen Mark Webber, auch wenn er in den Qualifyings meistens um einen Tick langsamer war. Aber auch er zählt laut Blundell "zu den Fahrern, die noch eine Menge zu bieten haben. Daher verdient er es auch absolut, nächstes Jahr weiterhin dabei zu sein - ich glaube nicht, dass etwas dagegen spricht. Er bleibt ein Klassefahrer", lobte der 41-Jährige den Routinier.

Und dann ist da noch Hamilton, über dessen Premierensaison man eigentlich nicht mehr viel sagen muss: erst das Traumdebüt in Melbourne, dann eine unglaubliche Serie von insgesamt neun Podestplätzen hintereinander und erst in China und Brasilien das Nervenflattern, das ihm letztendlich den WM-Titel kostete. Doch der negative Beigeschmack ist längst verflogen, so dass auch bei Blundell die positiven Erkenntnisse bei weitem überwiegen.

"Wir haben gegen Saisonende einen kleinen Riss in seiner Rüstung gesehen, aber das war zu erwarten", sagte er. "Wir haben vergessen, dass er noch neu war und sich mitten im Lernprozess befand. Ich denke, er wird daraus lernen und die Enttäuschung in etwas Positives umwandeln. Er sagt, er wird 2008 noch stärker zurückkommen, was seine Rivalen eine große Sorge sein muss. Wenn ihm McLaren ein WM-reifes Auto gibt, dann wird er Leistung bringen."

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