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GP Belgien (Spa) - 30.08.2009Die bekannteste aller Kurven macht Spa-Francorchamps so berühmt-berüchtigt wie kaum eine andere Strecke im Grand Prix Zirkus. Vor keiner Kurve haben Fahrer und Techniker so viel Respekt, an keiner aber auch so viel Freude, wie ausgerechnet an diesen 300 Metern Asphalt. Und nach dem Umbau 2007 haben die Tribünenplätze noch mehr Komfort und Sicht auf die letzte verbliebene Naturrennstrecke der Formel 1. Leistungspaket: Hotel, Ticket, Shuttle
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Alle außer Ferrari wollten Alonso
Fernando Alonso spricht erstmals über seinen Wechsel und enthüllt, dass bis auf Ferrari alle anderen Teams bei ihm angefragt haben
(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonso war dieser Tage zu Gast am Schauplatz eines Minenunglücks von vor mehr als zehn Jahren, wobei sich die anwesenden Journalisten fast mehr für ihn als für den eigentlichen Anlass interessierten. Also entschloss sich der entthronte Doppelweltmeister dazu, sein Schweigen zu brechen und die Zeit nach dem letzten Rennen erstmals Revue passieren zu lassen.
In Brasilien sei ihm "noch nicht klar" gewesen, "was ich machen werde. Es bestand die Chance, dass ich bei McLaren bleibe, aber am Ende entschlossen wir uns dazu, unterschiedliche Wege einzuschlagen", so der 26-Jährige. Anschließend begann er mit der Suche nach einem neuen Team, was schlussendlich in einer Rückkehr zu Renault kulminierte. Davor zeigten jedoch noch mehr Parteien als zunächst angenommen Interesse.
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Anfragen von praktisch allen Teams
"Als ich McLaren verlassen habe, fragten logischerweise alle Teams außer Ferrari bei mir an. Das ging nicht ins Detail, aber sie bekundeten ihr Interesse", enthüllte Alonso. Bekannt ist, dass neben Renault auch relativ ernsthafte Gespräche mit Honda, Toyota und Red Bull Racing stattgefunden haben, auch wenn dies offiziell zum Teil dementiert wurde. Aber die Gelegenheit, einen Superstar wie Alonso zu bekommen, wollte natürlich niemand ungenutzt lassen.
Bekannt ist auch, dass sich der Spanier zunächst nur auf einen Jahresvertrag einlassen wollte, um 2009 für ein Topteam bereit zu sein - Renault war 2007 ja kein WM-Anwärter. Vom Wechsel zu Ferrari, den einige Medien schon vorab wittern wollen, weiß Alonso aber nichts: "Ich habe gerade bei Renault unterschrieben - zu sagen, dass ich zu Ferrari gehen will, wäre also falsch. Wenn ich mit Renault gewinnen kann, will ich hier nicht weg", sagte er.
"Ich rede jetzt lieber von der Zukunft", gab der 104-fache Grand-Prix-Teilnehmer zu Protokoll. "Ich habe ein gutes Gefühl, dass nächstes Jahr besser wird, aber zu denken, mit Renault Weltmeister werden zu können, wäre einfach verrückt. Der Sprung wäre zu groß, wenn ich an ihr 2007er-Auto denke. Im Moment konzentriere ich mich auf das neue Auto und dann darauf, die notwendigen Änderungen zu implementieren."
Dritter Platz sogar in einer schwierigen Saison
An die zurückliegende Saison, die angefangen beim "Krieg der Sterne" mit Lewis Hamilton bis hin zur Spionageaffäre, die er nach einer Auseinandersetzung mit Teamchef Ron Dennis selbst ins Rollen gebracht hat, von mehreren Kontroversen geprägt war, verschwendet Alonso inzwischen keinen Gedanken mehr. Positiv ist aber, dass er selbst ein solch schwieriges Jahr als WM-Dritter mit nur einem Punkt Rückstand abgeschlossen hat.
Daher zieht er auch ein versöhnliches Fazit seiner kurzen Zeit bei den Silberpfeilen: "Es war kein perfektes Jahr, aber 20 Runden vor Ende des letzten Rennens war ich in der Zwischenrechnung noch Weltmeister. So schlecht kann es nicht gewesen sein", gab Alonso zu Protokoll. Und zum "Krieg der Sterne" sagte er im Nachhinein: "Wir waren keine Feinde. Nicht zehn Prozent von dem, was in den Medien geschrieben wurde, hat gestimmt."










