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Vom Anhalten und Kurven fahren in der Formel 1

11. November 2007 - 15:09 Uhr

Heikki Kovalainen erklärt die Schwierigkeit von Boxenstopps und die Herausforderung schneller Kurven in der Formel 1

Heikki Kovalainen
Heikki Kovalainen liebt vor allem schnelle Kurven
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In den Augen von Heikki Kovalainen sind Boxenstopps im Rennen ein "ziemlich einfacher Prozess": "Wir wissen, in welcher Runde wir stoppen, und zur Hälfte dieser Runde funkt uns unser Renningenieur an."

Herausfordernder sei die Fahrt an die Box: "Man muss den Bremspunkt am Eingang der Boxengasse genau richtig hinbekommen, damit man so wenig Zeit wie möglich verliert, und dann exakt an den Markierungen anhalten. Das ist das Wichtigste, das genaue Positionieren des Autos, ansonsten muss sich die gesamte Boxenmannschaft bewegen und anpassen, was Zeit kostet."

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"Danach schalten wir in den Leerlauf, warten darauf, dass die Räder gewechselt werden", erklärt der Renault-Pilot. "Wenn der Lollipop-Mann das richtige Signal gibt, dann legen wir den ersten Gang ein. Danach warte ich einfach darauf, dass der Lollipop nach oben gehoben wird, und sobald er ihn bewegt, lasse ich die Kupplung los und gehe auf die Strecke. Das Wichtigste bei dem gesamten Prozess ist es, Präzise zu sein."

Das "ABC des Haltens" wird von den Teams und Fahrern natürlich regelmäßig trainiert: "Wir trainieren vor dem Beginn des Jahres im Winter etwas, dann trainiert das Team zweimal an den Rennwochenenden am Samstag- und Sonntagmorgen. Aus der Sicht des Fahrers trainieren wir das Anhalten an den Markierungen jedes Mal, wenn wir während des Trainings an die Box kommen."

Einen richtigen Kick erhalten Formel-1-Piloten natürlich nicht durch das Stehen im Formel-1-Auto, sondern beim schnellen Durchfahren von Kurven, wenn hohe g-Kräfte auf den Fahrer wirken: "Ein bisschen kann man das in einem schnellen Straßenwagen spüren, aber natürlich ist das in einem Formel-1-Auto herrlicher."

Jene Kurven, die zu hohen Fliehkräften führen, sind häufig gar nicht mal so schwierig zu fahren, da das Auto durch die Wirkung der Aerodynamik sicher auf die Straße gepresst wird: "Das ist nicht schwierig, sondern es macht Spaß."

"Man spürt die Kräfte, die auf deinen Körper wirken, und man muss sich ihnen widersetzen. Ich genieße die körperliche Herausforderung solcher Kurven. Sie stellen für den Fahrer eine Herausforderung dar, bei der Vorbereitung einen Unterschied auszumachen."