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Vitantonio Liuzzi blickt optimistisch in die Zukunft

18. November 2007 - 17:25 Uhr

Mit seinem Force India-Test ist der Italiener sehr zufrieden und blickt optimistisch in die Zukunft - auch wenn diese nicht bei Force India liegen sollte

Vitantonio Liuzzi
Vitantonio Liuzzi hofft, dass er in Jerez erneut für das Team testen darf
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für Vitantonio Liuzzi stand bereits im Verlauf der vergangenen Saison fest, dass er die Scuderia Toro Rosso zum Ende der Saison verlassen muss. Zuvor hatte das Team bereits Scott Speed gegen Sebastian Vettel ausgetauscht, der Italiener muss für die Saison 2008 Sébastien Bourdais weichen.

Lange Zeit machte das Gerücht die Runde, dass Liuzzi zu Williams wechseln könnte, doch der britische Rennstall wird an der Seite von Nico Rosberg auf die Dienste von Kazuki Nakajima vertrauen. Und so muss sich der 26-Jährige nach einer Alternative umschauen, wobei die Auswahl schon jetzt sehr limitiert ist.

In dieser Woche absolvierte Liuzzi Testfahrten für das Force India-Team, spulte an der Seite von Adrian Sutil und seinem Konkurrenten um den freien Platz, Christian Klien, insgesamt 695 Kilometer auf dem 'Circuit de Catalunya' ab. Dabei war er jeweils nur ein Tick langsamer als Klien und Sutil.

"Ich bin sehr zufrieden damit, wie der Test verlaufen ist", erklärte der Rennfahrer gegenüber 'f1grandprix.it'. "Innerhalb von anderthalb Tagen fuhren wir eine Menge Runden und ich verstand das Auto sehr gut. Natürlich war es zu Beginn nicht einfach, denn das Auto war sehr anders. Nicht nur in Bezug auf die Fahrbarkeit, sondern auch in Bezug auf die Position des Fahrers, die Servolenkung und all die optionalen Dinge eines Formel-1-Autos."

Als es zu Beginn zunächst darum ging, sich an das Auto zu gewöhnen, habe er "etwas zu kämpfen gehabt", wie er zugibt. Mit dem derzeit schlechtesten Auto im Feld drehte er vor den Toren Barcelonas seine Runden und war positiv überrascht: "Das Team hat sich als professioneller herausgestellt, als man von Außen denken mag."

Liuzzi verspürte den "Hunger auf Erfolg" im Team, ein halbes Dutzend Fahrer möchte das Team ausprobieren, bevor man das zweite Cockpit vergibt: "Sie werden eine Menge Schritte nach vorn machen, das steht fest", ist Liuzzi nach dem Verkauf des Teams überzeugt. "Sie werden Zeit benötigen, aber das Team hat bereits eine ziemlich solide Struktur, das Auto kann besser werden. Sie haben sehr gute Ingenieure und es herrscht eine gute Stimmung im Team."

Das Auto habe "ein paar kleine Mängel", weswegen man keine Chance habe, mit der Konkurrenz mitzuhalten: "Aber wenn sie nur sehr wenig Zeit investieren, dann sind sie in der Lage, anderthalb Sekunden schneller zu werden - es gibt so kleine Details wie die Bremsen, die Servolenkung und so weiter. Das sind kleine Dinge, die aber schlussendlich den Unterschied ausmachen, weil sich der Fahrer im Auto wohler fühlt."

Aber es kann auch Spaß machen, wenn das Auto nicht so einfach zu fahren ist, denn durch die Abschaffung der Traktionskontrolle ist dies bei allen Teams der Fall: "Ich muss sagen, dass ich dies sehr genossen habe, denn das Auto ist nun viel nervöser. Man muss aufmerksamer sein, um Fehler zu vermeiden. Es ist schnell passiert, dass man die Kontrolle über das Heck des Autos verliert."

"Sehr wahrscheinlich" wird Liuzzi auch Anfang Dezember für das Team in Jerez testen. Egal, ob er von Force India eine Zusage erhält oder nicht, Liuzzi gibt sich "sehr optimistisch": "Ein paar andere Teams sind mit mir in Kontakt getreten. Ich muss sagen, dass ich Moment ziemlich auf Force India fokussiert bin, denn sie haben mir bewiesen, dass sie ein viel professionelleres und konkurrenzfähigeres Teams sind, als ich dachte. Aber es gibt auch andere Chancen, die wir betrachten."

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