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Tomczyk: Formel 1 steckt die "Spionage-Affäre" weg

02. November 2007 - 19:30 Uhr

Der Vizepräsident des Automobilweltverbandes FIA ist überzeugt, dass die Formel 1 durch die "Spionage-Affäre" keinen Schaden genommen hat

Hermann Tomczyk
Tomczyk ist begeistert vom anhaltenden Interesse der Fans an der Formel 1
© ADAC

(Motorsport-Total.com) - Als der Weltmotorsportrat des Automobilweltverbandes FIA im September über die Bestrafung des McLaren-Mercedes-Teams in der "Spionage-Affäre" entschied, da zählte auch die Stimme von Hermann Tomczyk, der als Vorstand des Deutschen Motorsport Bunds (DMSB) nicht nur Mitglied des Weltmotorsportrats ist, sondern zudem auch Vizepräsident des Automobilweltverbandes.

Es sei "nicht schön", dass sich der Sport mit solchen Themen befassen muss, meint der Deutsche in einem Interview mit der 'dpa'. Gleichzeitig könne man jedoch im Sport von solchen Skandalen nicht gefeit sein, die auch in anderen Sportarten immer wieder auftauchen würden.

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Mit dem Urteil gegen die "Silberpfeile" ist der 56-Jährige zufrieden: "Es gab unterschiedliche Auffassungen zwischen den rein juristischen und den mehr sportlichen Betrachtern", meint der 'ADAC'-Sportpräsident.

Damit schloss er sich nicht der Meinung von FIA-Präsident Max Mosley an, der auch den Fahrern die Punkte aberkennen wollte. Er sei im Gegensatz zu seinem britischen Kollegen kein Jurist und das Urteil habe gezeigt, dass es "ein Mehrheitsergebnis ist und nicht die Meinung eines Einzelnen".

Den Einspruch des britisch-deutschen Rennstalls gegen die Entscheidung der Rennleitung aus São Paulo, die BMW Sauber F1 Team sowie Williams-Piloten nicht zu disqualifizieren, obwohl zu kühles Benzin festgestellt wurde, sieht der Rosenheimer neutral, es sei das gute Recht des Teams, dagegen einen Einspruch zu erheben.

Zudem rechnet er nicht damit, dass die Formel 1 durch die "Spionage-Affäre" einen Image-Schaden erleidet, schließlich seien beim letzten Rennen der Saison noch drei Fahrer um den Titel mitgefahren und es habe sich das sportliche Potenzial der "Königsklasse des Motorsports" gezeigt: "Deswegen steckt die Formel 1 so etwas wie die 'Spionage-Affäre' auch weg", so Tomczyk, der überrascht ist, dass der Rücktritt von Michael Schumacher sich nicht negativer auf das Interesse der Deutschen an der Formel 1 ausgewirkt hat.

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