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Streichung des Melbourne-Rennens: Regierung dementiert
In Victoria dementiert man, dass die Absetzung des Rennens beschlossene Sache ist, bekommt es aber wohl gleichzeitig mit Konkurrenz aus Russland zu tun
(Motorsport-Total.com) - Die Regierung von Victoria hat Berichte dementiert, wonach die Absetzung des Großen Preises von Australien in Melbourne nach Ablauf des Vertrags im Jahr 2010 bereits beschlossene Sache ist. Regierungssprecherin Emma Diffen erklärte der Tageszeitung 'The Age', dass Premierminister John Brumby den Grand Prix auch nach 2010 austragen möchte.
Sein Vorgänger Jeff Kennett hatte zuletzt erklärt, dass er sich sicher ist, dass das Rennen angesichts der zweistelligen Millionen-Verluste pro Jahr von der Regierung nicht mehr gehalten wird, er sogar darauf wettet, dass nicht einmal der laufende Vertrag erfüllt werden wird.

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Ronald Walker, Vorsitzender der 'Australian Grand Prix Corporation' hält sich derzeit in Europa auf und soll dort Gespräche über die Zukunft des Rennens führen. Mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone soll es bei den Gesprächen jedoch in erster Linie um die Planungen für das kommende Jahr gehen.
Ein Formel-1-Insider erklärte dem Blatt, dass Australien nun auch noch Konkurrenz aus dem Ausland bekommt: "Wenn der russische Präsident Bernie Ecclestone anruft, um ein Rennen in St. Petersburg zu bekommen, dann kann man sich vorstellen, wie stark sie Druck machen. Wenn Leute bereit sind, 300 Millionen Dollar für den Bau einer Strecke auszugeben, dann ist klar, dass es da draußen eine starke Konkurrenz gibt."
Eine derartige Konkurrenz darf in der Tat nie unterschätzt werden, denn Formel-1-Boss Bernie Ecclestone opfert gern etablierte Rennen für neue Grands Prix, deren Veranstalter die Schatulle noch weiter öffnen und mit einer modernen Anlage und einem interessanten Markt locken können.
Zuletzt hatte Ecclestone gefordert, den Australien-Grand-Prix als Nachtrennen auszutragen, um das Spektakel zu erhöhen und die Übertragung zu Europa-freundlicheren Zeiten stattfinden zu lassen. In Melbourne zeigte man sich ob der damit verbundenen zusätzlichen Kosten wenig verwunderlich skeptisch.











