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Premier: Australien-GP von Anfang an ein Verlustgeschäft

10. November 2007 - 16:54 Uhr

Der Premierminister Victorias will erst kommendes Jahr wieder über die Zukunft des Formel-1-Rennens sprechen, sieht aber dringenden Handlungsbedarf

Start in Australien 2007
Die Formel 1 ist Victoria mittlerweile zu teuer geworden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - In den vergangenen Wochen hat es viele Gerüchte um die Zukunft des Großen Preises von Australien gegeben. Die Spekulationen reichten von einem vorzeitigen Ausstieg aus dem Vertrag über einen Umzug des Rennens in einen der Vororte Melbournes bis hin zu einer Verlängerung des 2010 auslaufenden Abkommens mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone.

Als die Formel 1 1996 in den 'Albert Park' geholt wurde, da stand mit Premierminister Jeff Kennett der politische Kopf voll und ganz hinter diesem Projekt. Doch nunmehr ist sein Nachfolger John Brumby im Amt, und er sieht das Abenteuer nicht mehr ganz so euphorisch, möchte die "Königsklasse des Motorsports" nur dann im Bundesstaat Victoria erhalten, wenn sich der Grand Prix rechnet.

In diesem Jahr vermeldete der Veranstalter einen Verlust in Höhe von umgerechnet 22 Millionen Euro, der aus Steuergeldern getilgt werden muss. Gerüchte, wonach man sich über einen Umzug des Rennens unterhalten hat, dementierte Brumby gegenüber der Nachrichtenagentur 'AAP'.

"Es gab keine Diskussionen", erklärte er und kündigte gleichzeitig an, dass man erst im kommenden Jahr über die Zukunft des Rennens diskutieren werde. Zuvor sei er nicht gewillt, sich an Spekulationen zu beteiligen oder seine persönliche Meinung kund zu tun.

Fakt sei jedoch, dass das Rennen ein Verlustgeschäft ist: "Als wir den ersten Event starteten, da versprach die damalige Regierung, der damalige Premierminister, dass für den Staat keine Kosten anfallen würden, dass man immer den Break Even erreichen oder Gewinn erzielen würde. Die Realität ist, dass er nie einen Profit abgeworfen hat und der Verlust von 1 Million nun auf 22 Millionen angewachsen ist."

Nach Aussage des Premierministers habe das Rennen zuletzt Kosten in Höhe von rund 50 Millionen Euro verursacht und Einnahmen von nur etwas über 28 Millionen Euro erzielt. Die Gebühr, die man an Ecclestone entrichtet, ist geheim, wird jedoch mit jedem Jahr eben so teurer wie die gesamte Veranstaltung: "Wenn wir die Veranstaltung also in Zukunft erhalten wollen, dann müssen wir einige der Kosten-Probleme angehen."

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