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McLaren-Mercedes "diktiert den Fahrermarkt"

05. November 2007 - 09:42 Uhr

McLaren-Mercedes-Geschäftsführer Martin Whitmarsh sieht das Team derzeit nicht unter Druck stehen, den zweiten Fahrer schnell zu finden

Martin Whitmarsh
Martin Whitmarsh sieht sein Team momentan als den Karussell-Steurer
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hatte am Samstag in Stuttgart am Rande von 'Stars and Cars' erklärt, dass man für die Verpflichtung des Nachfolgers von Fernando Alonso "keinen Zeitrahmen" hat.

Nachdem die Trennung vom Spanier offiziell ist, ist das Fahrerkarussell noch nicht richtig in die Gänge gekommen, denn es gilt zwei Fragen zu klären, bevor die anderen Fahrer die noch verbleibenden Cockpits besetzen können: Wo unterschreibt der zweimalige Formel-1-Weltmeister und welchen Fahrer nehmen die "Silberpfeile" unter Vertrag?


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"Die Wahrheit ist, dass wir den Fahrer-Transfermarkt im Moment ziemlich diktieren", so McLaren-Mercedes-Geschäftsführer Martin Whitmarsh gegenüber dem 'Guardian'. "Bis der zweite McLaren-Platz nicht geklärt ist, wird man meiner Meinung nach nicht viel Bewegung sehen. Wir beeilen uns also nicht wirklich."

Dazu gibt es auch keinen Grund, denn jene Fahrer, die auf der Wunschliste ganz oben stehen sollen - wie Nico Rosberg, Adrian Sutil und Heikki Kovalainen - verfügen bereits über einen Vertrag mit ihrem Arbeitgeber und müssten von diesem freigestellt werden. Und kein freier Fahrer, der noch eine Chance bei McLaren-Mercedes sieht, dürfte bei einem anderen Team unterschreiben.

Dabei möchte McLaren-Mercedes ganz offenbar nicht den Geldbeutel öffnen, um einen Teamchef weich zu klopfen, seinen Fahrer aus dem Vertrag zu lösen: "Natürlich gibt es ein paar Fahrer, die an uns herangetreten sind, die woanders unter Vertrag stehen. Da mussten wir sagen, dass wir mit ihnen nicht sprechen können, solange sie nicht beweisen können, dass sie frei verhandeln können."

Ralf Schumacher ist einer der Fahrer, der nach seinem Weggang von Toyota frei verhandeln könnte, doch nach Informationen des Blatts steht der Deutsche nicht auf der Wunschliste des britisch-deutschen Rennstalls. Einen entsprechenden Hinweis gab am Wochenende auch Haug: "Da (auf der internen Wunschliste) stehen auch einige nicht drauf, die vielleicht meinen, dass sie drin stehen."

Für McLaren-Mercedes wäre es natürlich gut, einen zweiten guten Fahrer zu haben, auf der anderen Seite hat man mit Lewis Hamilton bereits einen Piloten, der um den WM-Titel fahren kann. Grund zur Eile bei der Fahrerwahl gibt es aber durchaus, denn je früher ein Fahrer in das Testprogramm eingebunden wird, desto besser für beide Parteien.