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Massa: Es geht also auch ohne Schumacher

05. November 2007 - 17:53 Uhr

Der Ferrari-Pilot ist stolz auf seine Leistungen in der abgelaufenen Saison und freut sich, bis mindestens 2010 in seiner "zweiten Familie" bleiben zu dürfen

Michael Schumacher und Felipe Massa
Schumacher und Massa sind nach wie vor für Ferrari im Einsatz
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Rücktritt von Michael Schumacher hatte Felipe Massa gehofft, dass er sich den WM-Titel sichern kann, auch wenn dem Paulista bewusst war, dass er mit Kimi Räikkönen einen erneut sehr starken Teamkollegen haben wird.

Zunächst sah es zumindest aus teaminterner Sicht für den Brasilianer gut aus, nach fünf Rennen hatte er zehn WM-Punkte mehr auf dem Konto als Kimi Räikkönen. Doch dieser Umstand war der Tatsache zu verdanken, dass sein finnischer Teamkollege Probleme hatte, sich an das neue Auto und vor allen Dingen an die neuen Einheitsreifen von Bridgestone zu gewöhnen.

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Als es dem nun amtierenden Weltmeister gelungen war, das Setup des Autos so hinzubekommen, dass er sich an Bord des F2007 wohl fühlte, wendete sich das Blatt langsam aber stetig. Weitere fünf Rennen später hatte Massa nur noch sieben Punkte Vorsprung, nach 15 Rennen lag Räikkönen um zehn Punkte vorn.

Am Ende der Saison war der Abstand noch deutlicher. Massa hatte nicht mehr einen Platz Rückstand, sondern derer drei, zudem fehlten ihm 16 Punkte auf Räikkönen. Und während Räikkönen zwei Ausfälle zu beklagen hatte, war bei Massa einer von zwei Ausfällen der Tatsache zu verdanken, dass er beim Großen Preis von Kanada in der Boxengasse die rote Ampel ignorierte.

Natürlich musste Massa beim letzten Rennen der Saison den Sieg seinem Teamkollegen überlassen, damit dieser Weltmeister werden kann - das darf nicht vergessen werden. Dass Massa den Speed hat, zeigten seine drei Siege, sechs Pole Positions sowie sechs schnellste Rennrunden.

Und so ist es kein Wunder, dass der 26-Jährige von einem "sehr guten und sehr aufregenden Jahr" spricht: "Der einzige Grund, warum ich nicht mehr um den Titel kämpfte, als wir nach Interlagos kamen, war die Tatsache, dass wir während des Jahres zu viele Probleme mit der Zuverlässigkeit hatten", erklärt Massa im Interview mit 'formula1.com'.

Als besonders herausragende Momente bezeichnet er seine Siege in Bahrain, Spanien und in der Türkei und natürlich seine Pole Position vor seinen Fans in Interlagos: "Sogar noch schöner war das Vergnügen, eine entscheidende Rolle beim Erfolg des Teams gespielt zu haben."

Ferrari sei seine "zweite Familie" und er sei froh, dass sein Vertrag bis Ende 2010 vorzeitig verlängert wurde. "Wir haben gezeigt, dass Ferrari immer noch an der Spitze der Formel 1 ist, selbst wenn ein paar der wichtigen Leute nicht mehr länger im Team sind, allen voran Michael Schumacher."