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Gené ist von McLaren-Mercedes enttäuscht

18. November 2007 - 11:43 Uhr

Der Ferrari-Testfahrer ist von McLaren-Mercedes' Verhalten enttäuscht, spricht über die Formel 1 ohne Traktionskontrolle und Schumachers Test

Marc Gené
Gené hat das Gefühl, dass die Konkurrenz Außenstehenden auf den Schlipps tritt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Offiziell diente die Berufung des McLaren-Mercedes-Teams gegen die Entscheidung der Rennleitung aus Sao Paulo der Klärung des unklaren Reglements in Bezug auf die zulässige Benzin-Temperatur, doch nicht nur bei Ferrari sah man dies etwas anders.

Ferrari-Rennleiter Jean Todt nahm am Freitagabend in einer Pressemitteilung kein Blatt vor den Mund und bezeichnete das Vorgehen des Wettbewerbers als "letzten und verzweifelten Versuch, das auf der Strecke erreichte Ergebnis zu verändern". Dem pflichtet Ferrari-Testfahrer Marc Gené bei: "Ich stimme dem absolut zu, was die bei Ferrari verantwortlichen Leute gesagt haben."

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Gené ist vom Verhalten des Teams enttäuscht, dessen Rechtsanwalt vor Gericht die verlorenen Punkte für Lewis Hamilton einforderte, womit man den Briten nachträglich zum Weltmeister gemacht hätte: "Das ist so, als hätten sie die ganze Zeit über gelogen", wird der Spanier von der 'Dario AS' zitiert.

Immerhin hatten die Verantwortlichen bei McLaren und Mercedes immer wieder betont, dass es nicht um einen WM-Titel am "Grünen Tisch" gehe, sondern um Klärung des Reglements: "Aber nun konnte man sehen, was sie wirklich wollten, sie wollten mehr oder weniger den möglichen Titel um jeden Preis erzielen", so Gené weiter.

Unterdessen hat der Katalane nach den ersten Testfahrten in Barcelona Positives zu berichten. Er geht zwar davon aus, dass auch kommendes Jahr nach Einführung der Standard-Elektronik dieselben Teams vorn liegen werden, glaubt jedoch, dass es 2008 "viel mehr Spektakel" geben wird.

In einer Weltmeisterschaft wie der Formel 1, in der die besten Fahrer der Welt unterwegs sind, sollten die Fahrer die volle Kontrolle über die Leistung des Motors haben, aus diesem Grund ist der 33-Jährige froh, dass die Traktionskontrolle nun verboten sein wird: "In bestimmten Rennen, wenn es Regen gibt, werden wir mehr Zwischenfälle sehen."

Gené geht davon aus, dass die besten Fahrer auch ohne Traktionskontrolle die besten Fahrer bleiben werden. Und so wunderte er sich nicht darüber, dass Michael Schumacher an seinen zwei Testtagen Bestzeit fuhr: "Er leistete unglaubliche Arbeit", so Gené gegenüber der spanischen Sportzeitung 'Marca'. "Er ist auf demselben Niveau, oder besser, als er es war, als er in Brasilien im vergangenen Jahr aufhörte. Er hat gezeigt, warum er sieben Titel geholt hat."

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