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Der Knackpunkt für Heikki Kovalainen

09. November 2007 - 15:49 Uhr

Die erste Saisonhälfte möchte Heikki Kovalainen liebend vergessen, doch der Renault-Pilot hat seine Lektionen daraus gelernt

Heikki Kovalainen
Das Wochenende in Montréal begann schlecht, wurde aber zum Wendepunkt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Vor der Saison 2007 fieberte man dem Duell Lewis Hamilton gegen Heikki Kovalainen entgegen. Beide Neulinge kamen zu Top-Teams und wollten Eindruck machen - doch auf der Strecke sahen sie sich dann weit weniger häufig als erwartet. Hamilton fuhr um den WM-Titel, Kovalainen zunächst vorrangig gegen sich selbst. Doch bei Saisonhalbzeit hatte er seine Probleme überwunden.

Vielleicht, so sinnierte er im Interview mit 'autosport.com', waren die falschen Vorstellungen zu Saisonbeginn ein wenig Schuld an den Problemen. "Wir dachten, dass wir nicht vor Ferrari oder McLaren-Mercedes stehen würden, aber in etwa dort", erklärte er. "Der 13. Rang im Qualifying für mein erstes Rennen war nicht gut. Das war ein Schock. Es war eine Enttäuschung für uns, auch bei den folgenden Rennen nicht schnell genug gewesen zu sein."

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Nachdem es zwischenzeitlich wieder etwas bergauf ging, folgte in Monaco ein weiterer Absturz. Zudem lief Kovalainen Gefahr, teamintern ins Hintertreffen zu geraten. Giancarlo Fisichella kam mit dem schwierigen Renault R27 weitaus besser zurecht. Es keimten schon die Gerüchte auf, Nelson Piquet Jr. würde sein Cockpit bekommen.

"Ich hatte ein Treffen mit den Ingenieuren, und sie sagten mir, dass ich nun ordentlich Dampf machen müsste", fuhr er fort. "Sie sagten, dass ich in einigen Rennen mehr hätte erreichen können. Im Grunde erklärten sie einfach, dass ich mich auch stärker einbringen sollte. Vielleicht habe ich zu Saisonbeginn häufiger gesagt, dass es am nächsten Tag besser laufen wird."

Der Sinneswandel setzte erst später ein. "Ich habe bei den Testfahrten wohl zu einfach lernen können, denn wenn man neue Reifen aufzieht, ist man immer schnell, egal wie das Setup ist", erklärte er. "Ich verstand die Dinge dann besser. Ich habe mehr Zeit mit den Ingenieuren verbracht und das machte den Unterschied aus."

Auch das Kanada-Wochenende begann mit einem Unfall schlecht, doch die Wende folgte im chaotischen Rennen. Am Ende wurde er Vierter und seither hatte er seinen Pfad gefunden. "Danach qualifizierte ich mich in den USA als Sechster und wurde Fünfter", so Kovalainen. "Das war das erste wirklich gute Wochenende, das mir etwas Luft zum Atmen gab."

Die Stärke, die von ihm schon am Saisonbeginn erwartet wurde, war nun da. "Die Ingenieure dachten nun, dass ich noch der Fahrer war, den sie sich vorgestellt hatten", fuhr er fort. "Es gab weniger Leute, die an meiner Fähigkeit zweifelten."