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Briatore: Bei Renault wäre Alonso dies nicht passiert

07. November 2007 - 17:09 Uhr

Der Renault-Teamchef gibt zu, dass Alonso auch vergangenes Jahr Probleme hatte, glaubt aber, dass die Situation bei Renault nicht derart ausgeartet wäre

Flavio Briatore
Flavio Briatore will Fernando Alonso zurück in sein Team holen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Als zweimaliger Weltmeister zu McLaren-Mercedes gekommen, fühlte sich Fernando Alonso vom britisch-deutschen Rennstall schlecht behandelt, hatte das Gefühl, dass er gegenüber seinem Teamkollegen Lewis Hamilton benachteiligt wird. Er forderte als amtierender Champion den Nummer-1-Status.

Hinzu kam die berühmt-berüchtigte "Spionage-Affäre", in die der Spanier verwickelt war, die knappe sportliche Niederlage gegen Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen und den eigenen Teamkollegen und schlussendlich die Trennung mit dem Team nach nur einem Jahr von ursprünglich mindestens drei geplanten Jahren.

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Renault-Teamchef Flavio Briatore, der seinen Schützling an die Konkurrenz verlor und derzeit versucht, ihn wieder zum französischen Rennstall zurück zu holen, ist der festen Überzeugung, dass Alonso seinen damals getätigten Schritt durchaus bereuen kann.

"Das wäre bei uns nie passiert, denn wir arbeiten mit kompletter Transparenz", wird der Italiener vom 'Autosprint'-Magazin zitiert. "Wenn Patrese oder Letho lamentierten, dass ihr Auto langsamer ist als Schumachers, hätte ich dem Team gesagt 'Gebt ihm das Auto, wechselt die Pedale und schickt ihn auf die Strecke'."

Das Verhältnis Alonsos zu seinem Teamchef Ron Dennis war mehr und mehr angespannt, was sein Kollege auch ein wenig dem Briten zuschreibt: "Wir überschätzen Fahrer. Sie sind 20, 25 Jahre alt und wir erwarten von ihnen, dass sie sich immer wie reife Personen verhalten. Wir müssen den menschlichen Aspekt mehr in Betracht ziehen."

Der 57-Jährige vertritt die Meinung, dass die Fahrer häufig in Situationen geraten, in denen sie überfordert sind, und bei denen man ihnen als Team helfen sollte: "Aber Fernando hatte nie ein Problem mit uns."

In der vergangenen Saison hatte Alonso bekanntlich allerdings ebenfalls gegen Renault geschossen, weil er sich im Kampf um den WM-Titel nicht ausreichend unterstützt fühlte, gefordert hatte, dass Giancarlo Fisichella für ihn zurückgepfiffen wird.

Daran erinnert sich auch Briatore: "Die Hilfe geht meiner Meinung nach immer in Richtung des stärksten Fahrers. Das passierte mit Schumacher und mit anderen Fahrern - außer mit Fernando. Alonso hatte immer ein paar unvorteilhafte Bedingungen. Meiner Meinung nach hat er immer ein paar Hürden vorgefunden, sowohl dieses als auch vergangenes Jahr."