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Williams will wegen Kundenautos vor Gericht ziehen

15. Oktober 2007 - 15:54 Uhr

Neue Hürden für Prodrive: Die Verhandlung vor dem FIA-Berufungsgericht wird verschoben, während Williams rechtliche Schritte in Erwägung zieht

David Richards
Prodrives David Richards muss weiterhin auf die wichtige Entscheidung warten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Dass Prodrive tatsächlich wie geplant 2008 in die Formel 1 einsteigen wird, erscheint immer unwahrscheinlicher: Nachdem an und für sich das Internationale Berufungsgericht der FIA am 24. Oktober den Fall hätte behandeln sollen, sieht es nun nach einer weiteren Verzögerung der Entscheidung aus.

Hintergrund des Hickhacks ist der Umstand, dass Prodrive kein eigenes Auto bauen, sondern ein Komplettpaket von McLaren-Mercedes kaufen würde. Dagegen laufen jedoch einige Konkurrenzteams Sturm, allen voran Williams. Williams hatte zur Klärung des Einsatzes von Kundenautos die Verhandlung vor dem Berufungsgericht ausgelöst, hat aber laut 'autosport.com' vor, unabhängig davon vor Gericht zu ziehen.

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Für Prodrive bedeutet dies eine weitere Verzögerung im Zeitplan, dem man ohnehin schon fast hoffnungslos hinterherhinkt. Obendrein wurde die Verhandlung auf FIA-Ebene ebenfalls verschoben, heißt es. Damit bleibt weiterhin ungeklärt, ob Prodrive ein Kundenauto einsetzen darf - und solange diese Entscheidung nicht feststeht, können die Briten nicht mit der Vorbereitung auf die Rennsaison 2008 beginnen.

Dabei sagt FIA-Präsident Max Mosley ganz klar: "Im Moment würden es die Regeln für 2008 erlauben. Die Regeln unterscheiden zwischen dem Konstrukteur und dem Fabrikat - und natürlich würden die Punkte an das Fabrikat gehen und nicht an den Konstrukteur. Sehr wenige Leute haben sich die Regeln bisher angesehen, aber so wird es sein", gab der Brite gegenüber 'autosport.com' zu Protokoll.

Der Knackpunkt dabei: Williams vertritt den Standpunkt, dass der Einsatz von Kundenautos nicht in den Bereich des Reglements fällt, sondern mit dem Concorde Agreement in Zusammenhang steht - und das hat mit der FIA nichts zu tun. Das neue Concorde Agreement, das Kundenautos wahrscheinlich zulassen würde, ist aber noch immer nicht unterschrieben - eine Teilnahme von Prodrive an der Weltmeisterschaft 2008 wird also immer unwahrscheinlicher.