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Wieder Bestzeit für Räikkönen am Samstagmorgen

06. Oktober 2007 - 06:14 Uhr

Trotz eines technischen Problems war Kimi Räikkönen im letzten Freien Training in Shanghai knapp Schnellster vor Alonso, Hamilton und Massa

Kimi Räikkönen
Aller guten Dinge sind drei: Kimi Räikkönen fuhr heute wieder Bestzeit
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Bedingungen waren mit 30 Grad Luft- und 45 Grad Asphalttemperatur bei leicht bewölktem Himmel ein Abziehbild von gestern, genau wie auch das Resultat: Kimi Räikkönen (Ferrari/15 Runden) war im dritten Freien Training in Shanghai mit einer Bestzeit von 1:36.100 Minuten Schnellster vor dem Rest des bekannten Spitzenquartetts.

Allerdings lief für den "Iceman" nicht alles nach Plan, denn drei Minuten vor Schluss wurde er plötzlich langsam und er konnte nur noch langsam an die Box zurückrollen. Unterm Strich hatte er 0,026 Sekunden Vorsprung auf Fernando Alonso (13 Runden), 0,127 auf Lewis Hamilton (beide McLaren-Mercedes/14 Runden) und 0,305 auf seinen Teamkollegen Felipe Massa (14 Runden). Interessant: Die beiden Topteams konnten sich mit weichen Reifen am Ende nicht steigern.

Mehr Gegenwind, langsamere Topspeeds

Auch die Topspeeds waren um ein paar km/h langsamer, was am etwas stärkeren Gegenwind auf der langen Geraden gelegen sein dürfte. Nur Massa kam auf ein ähnliches Niveau wie gestern, wurde mit 317 km/h geblitzt und war damit um vier km/h schneller als seine direkten Konkurrenten - ein Indiz für recht flach eingestellte Flügel, was unter Umständen die Ursache für seine doch leicht abfallende Rundenzeit gewesen sein könnte.

Bester Verfolger der Top 4 war diesmal Ralf Schumacher (Toyota/+ 0,859/18 Runden), der konstant schnell war und innerhalb der Top 8 Überraschungsmann David Coulthard (Red-Bull-Renault/+ 0,864/13 Runden), Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,924/23 Runden) und Heikki Kovalainen (Renault/+ 1,006/14 Runden) hinter sich lassen konnte. All diese Fahrer schafften interessanterweise im Gegensatz zur Spitze eine Verbesserung auf den weichen Bridgestones.

Nick Heidfeld fuhr nach seinen gestrigen Hydraulikproblemen 18 Runden und landete auf dem neunten Platz, hatte allerdings 1,076 Sekunden Rückstand. Der BMW Sauber F1 Team Pilot schien lange nicht in den Top 15 auf, ehe er doch noch zulegen konnte. Nico Rosberg (Williams-Toyota/16 Runden) wurde heute Morgen mit 1,223 Sekunden Rückstand Elfter, schaffte im letzten Run keine große Steigerung mehr.

Wurz wieder weit hinten

Gleiches gilt übrigens auch für den Teamkollegen des Deutschen, Alexander Wurz (19./+ 1,826/16 Runden), der zwar anfangs recht gut mit Rosberg mithalten konnte, dann aber seinen letzten Run mit einem Ausritt wegwarf. Apropos Ausritt: Genau wie gestern gab es wieder einige davon, vor allem in der ersten Kurve - Sebastian Vettel (16./Toro-Rosso-Ferrari/+ 1,659/19 Runden) und Sakon Yamamoto (22./Spyker-Ferrari/+ 3,417/21 Runden) drehten sich sogar.

Alexander Wurz
Auch in Shanghai kommt Alexander Wurz nicht wirklich in Schwung
© xpb.cc

Das Honda-Werksteam rückte heute ohne den doppelten Frontflügel aus, doch auch in dieser Konfiguration scheint der RA107 nicht schnell genug zu sein, denn mehr als Platz 13 durch Jenson Button (+ 1,464/19 Runden) war nicht drin. Da war selbst Vettels Teamkollege Vitantonio Liuzzi (12./+ 1,363/18 Runden) schneller, der generell einen guten Eindruck machte und sich gegenüber gestern enorm steigern konnte.

Sutil immerhin schneller als Yamamoto

Für Adrian Sutil lief es indes nicht nach Wunsch, denn der Deutsche distanzierte zwar seinen Teamkollegen Yamamoto deutlich, aber er wurde nach 20 Runden mit 2,786 Sekunden Rückstand dennoch nur 21. und Vorletzter - zu Takuma Sato (Super-Aguri-Honda/+ 2,477/16 Runden) direkt vor ihm klaffte also schon eine stattliche Lücke. Ob sich das B-Modell von Sutils Auto im Qualifying noch steigern kann, bleibt abzuwarten.

An der Spitze läuft indes alles wie erwartet auf ein Duell zwischen Ferrari und McLaren-Mercedes hinaus, wobei Räikkönen bisher in allen drei Sessions jeweils knapp Schnellster war. Heute Nachmittag wird es aber spannend, denn dann dürften die Rennstrategien den Ausschlag über die Vergabe der ersten vier Startpositionen geben. Aus deutscher Sicht sind wohl Heidfeld, Schumacher und Rosberg am besten aufgestellt.

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