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Weber: "Es wird wahnsinnig schwer für Ralf"

19. Oktober 2007 - 11:35 Uhr

Der Manager von Michael Schumacher über die erste Saison ohne "Schumi", das Befinden des Deutschen als "Frührentner" und die Zukunft von Ralf Schumacher

Willi Weber
Weber befürchtet, dass Ralf Schumacher ohne ein Cockpit dastehen wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Frage: "Wie ist die Formel 1 im Jahr eins nach Michael Schumacher über die Runden gekommen?"
Willi Weber: "Ich habe die Rennen notgedrungen gesehen. Aber ich muss sagen, dass ich mich ohne Schumi ziemlich gelangweilt habe."

Frage: "Blutet Ihnen das Herz, dass Michael bei so einem Dreikampf wie jetzt nicht mehr dabei ist?"
Weber: "Ja und nein. Michael hat alles richtig gemacht und zum richtigen Zeitpunkt aufgehört. Jetzt muss man das Feld einfach den anderen Fahrern überlassen."

Frage: "Wie kommt Ihr Schützling mit der Rolle als Früh-Rentner zurecht?"
Weber: "Hervorragend. Ich habe das Gefühl, dass er unglaublich glücklich ist. Er macht all die Dinge, für die er früher keine Zeit hatte. Er fühlt sich rundum wohl."

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Frage: "Hat Michael Schumacher wirklich nie an ein Comeback gedacht?"
Weber: "Bisher habe ich nichts davon gemerkt, und wir haben auch nie darüber gesprochen."

Frage: "Seit Sie Michaels Bruder Ralf nicht mehr beraten, geht es für ihn bergab. Nach dem Finale in Sao Paulo steht er erstmal auf der Straße. Hat er noch eine Zukunft in der Formel 1?"
Weber: "So wie ich das momentan sehe, muss ich leider sagen: nein. Ich wüsste auch wirklich nicht, für welches Team er fahren sollte. Es wird wahnsinnig schwer für Ralf."

Frage: "Wäre die Deutsche Tourenwagen Masters eine Option?"
Weber: "Ralf kann machen, was er will. Er wird mich auch nicht mehr fragen. Und ich werde ihn sicher nicht mehr beeinflussen. Wenn ich noch sein Manager wäre, würde ich ihm die DTM auf keinen Fall empfehlen."

Frage: "Sind Sie mit Ralf immer noch zerstritten?"
Weber: "Nein, überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Ich halte mich nur aus Geschäften raus, für die ich nicht bezahlt werde. Er hat jetzt einen anderen Manager, der soll ihn beraten. Wenn Ralf mich anruft und meinen Rat will, kriegt er den natürlich, keine Frage. Ich bin immer für ihn da, wenn er mich braucht."

Frage: "Fernando Alonso ist der Buhmann der Formel 1. Was halten Sie von ihm?"
Weber: "Die Formel 1 ist ein Zirkus, und Alonso spielt in diesem Zirkus mit. Er hat sich in diese Rolle drängen lassen. Er hätte sich viel eher besinnen sollen, was er ist und was er kann. Für mich ist er immer noch der beste Formel-1-Fahrer. Ich weiß nicht, welcher Teufel ihn plötzlich geritten hat, sich in die diese Ecke drängen zu lassen."

Frage: "Alonso fühlt sich bei den 'Silberpfeilen' benachteiligt. Was halten Sie davon?"
Weber: "Er hätte sich viel früher nur auf seine eigene Leistung besinnen sollen. Er muss den Hamilton in die Knie zwingen und nicht das Team."

Frage: "Würden Sie ihm zu einer Rückkehr zu Renault raten, oder sollte er sich bei McLaren-Mercedes durchbeißen?"
Weber: "Ich würde an seiner Stelle nicht bleiben, das ist doch kein gesundes Umfeld mehr. So kann man nicht zusammenarbeiten. Und man soll auf gar keinen Fall einen Fahrer halten, der nicht mehr will. Da ist keine Harmonie und nichts Positives mehr. Da bleibt zwangsläufig der Erfolg aus."

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