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Todt über Alonso: "Sag niemals nie"

01. Oktober 2007 - 09:35 Uhr

Der Ferrari-Rennleiter gibt zu, dass er früher von Alonso nicht begeistert war, eine Verpflichtung des Spaniers schließt er heute jedoch nicht mehr aus

Jean Todt
Todt erklärt, dass er eine Verpflichtung Alonsos nur für 2008 ausschließt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Zukunft von Weltmeister Fernando Alonso gibt immer noch Rätsel auf. Der Spanier verfügt über einen Vertrag mit McLaren-Mercedes für das kommende Jahr, doch nach dem Rennen in Fuji von Reportern darauf angesprochen, wann die Fans erfahren werden, was er in Zukunft tun wird, meinte er: "Ja, das würde ich gern auch wissen".

Da nun auch noch Lewis Hamilton damit anfängt, gegen den Rennfahrer aus Oviedo zu schießen und am vergangenen Wochenende erklärte, dass er sich wünscht, dass Alonso kommendes Jahr nicht mehr für die "Silberpfeile" an den Start geht, kann man immer mehr in Frage stellen, dass Alonso auch kommendes Jahr für den britisch-deutschen Rennstall an den Start gehen wird.

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Zwar erklärte Alonso kürzlich überraschend, dass er das Team nicht verlassen werde, und auch sein Manager beteuerte, dass man den Vertrag erfüllen werde, doch selbst McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis macht mittlerweile zumindest indirekt keinen Hehl mehr daraus, dass es zu einer personellen Veränderung bei den Fahrern kommen könnte. Man werde sich jedoch erst nach dem letzten Saisonrennen über vertragliche Angelegenheiten unterhalten, erklärte er in Fuji.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone erklärte am Wochenende, dass er sich vorstellen kann, dass Fernando Alonso ein Jahr Pause einlegt, um 2009 zu Ferrari zu wechseln. Die Italiener haben mit Felipe Massa und Kimi Räikkönen einen Vertrag für 2008 und Rennleiter Jean Todt erklärte am Wochenende, dass er diese auf jeden Fall honorieren wird.

Man werde "mit einer Wahrscheinlichkeit von null Prozent" Alonso für das kommende Jahr verpflichten: "Wir haben mit Kimi und Felipe zwei fantastische Fahrer. Wir sind sehr glücklich, dass sie bei uns unter Vertrag stehen. Ich würde einen Vertrag mit einem Kerl respektieren, der den Boden putzt, sie können sich also vorstellen, dass ich den Vertrag mit ihnen respektieren werde. Wenn wir einen Vertrag haben, dann respektiere ich diesen", so Todt.

Einige Experten vertreten die Meinung, dass Ferrari den 26-Jährigen sowieso niemals verpflichten wird, solange Jean Todt Rennleiter des Teams ist. Weil Alonso vor Jahren ein Angebot ablehnte, für Ferrari zu fahren, soll der Franzose bis heute beleidigt sein. Diese Zurückhaltung gegenüber Alonso soll auch ein Grund sein, warum das Verhältnis zwischen Todt und Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo nicht mehr so entspannt ist wie früher.

Doch davon will Todt nichts wissen, wie er der spanischen Zeitung 'El Pais' erklärte: "Die Leute haben gesagt, dass Alonso nicht kommen kann, solange ich bei Ferrari bin. Das ist nicht wahr. Das habe ich nie gesagt. Das wäre auch nicht richtig. Ich bin bei Ferrari angestellt. Wenn ich an einem Punkt weiß, dass Ferrari daran interessiert ist, Alonso unter Vertrag zu nehmen, dann würde ich okay sagen. Ich würde nicht widersprechen, schließlich genießt Ferrari höchste Priorität."

Der 61-Jährige gibt zu, dass er von Alonsos Einstellung wenig begeistert war, als dieser in der Formel 3000 fuhr: "Ich mochte die Art und Weise nicht, wie er mit mir umging. Aber seitdem hat er zwei WM-Titel gewonnen. Er ist viel besser geworden. Er ist körperlich und mental stark. Als ein Fahrer habe ich großen Respekt vor ihm also sage ich: 'Sag niemals nie'."