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Stewart erwägt Klage - keine Entschuldigung von Mosley

09. Oktober 2007 - 11:26 Uhr

Mosley entschuldigt sich nicht dafür, dass er Stewart als "Trottel" bezeichnet hat, der Schotte erwägt eine Klage gegen den FIA-Präsidenten

Jackie Stewart
Jackie Stewart steht bereits mit seinen Anwälten in Kontakt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für viel Wirbel hatte Ende September ein Kommentar von FIA-Präsident Max Mosley gesorgt, der Jackie Stewart für dessen Kommentare über den Ausgang der "Spionage-Affäre" vor dem Weltmotorsportrat als "Trottel" bezeichnet hatte. Der Schotte hatte zuvor seine Meinung kundgetan, indem er die Bestrafung als "ungerechtfertigt" bezeichnet hatte.

Nun zieht der Schotte in Betracht, rechtliche Schritte gegen Mosley einzuleiten: "Diese Option steht immer noch absolut offen", wird der 68-Jährige von 'autosport.com' zitiert. "Meine Rechtsanwälte haben mir den Ratschlag gegeben, dass ich jedes Recht dazu hätte, dies zu tun. Und dies ist eine Option, die ich jederzeit ziehen kann", so der ehemalige Formel-1-Weltmeister, der erklärt, nicht persönlich aber über seine Rechtsanwälte bereits in Kontakt zu Mosley zu stehen.

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Dass ein solcher Kommentar ausgerechnet von Mosley in seiner Position als Repräsentant des Motorsports kommt, hat Stewart enttäuscht. Es sei "völlig falsch", in seiner Rolle eine solche Äußerung von sich zu geben: "Ich denke nicht, dass man vom Vorsitzenden des Olympischen Komitees eine solche Äußerung hören möchte."

Der ehemalige Formel-1-Pilot wundert sich, dass ausgerechnet er mit derart harschen Worten angegriffen wurde, schließlich habe sich seine Meinung zur "Spionage-Affäre" nicht von der Meinung zahlreicher anderer Experten unterschieden: "In diesem Fall habe ich das ja nicht gegen Max Mosley gerichtet, es war lediglich meine Meinung zu der ganzen Angelegenheit".

Max Mosley lehnt unterdessen eine Entschuldigung für seinen Kommentar ab und steht weiterhin dazu. Einige Mitglieder der britischen Motorsport-Gemeinde würden Stewart als "nationalen Schatz" betrachten, man könne jedoch nicht von ihm verlangen, dass er mit ihm die Meinung teile.

Stewarts Kommentare über die "Spionage-Affäre" basierten auf falschen Informationen und er habe die Position des Weltmotorsportrats "komplett missinterpretiert". Es könne jedoch keine Rede von einer "Hexenjagd" gegen McLaren-Mercedes sein, so wie Stewart behauptet hatte.

Max Mosley
Max Mosley wirft Jackie Stewart vor, den Sport beschmutzt zu haben
© xpb.cc

"Diese und andere grundlose und partisanische Anklagen zu erheben, ohne sich irgendeinen der Beweise anzuschauen, war nicht nur dumm, sondern absolut verantwortungslos", kritisiert Mosley. "Solche Kommentare können nichts anderes bewirken, als dem Sport zu schaden."

Er werde aus diesem Grund für seine Aussagen keine Entschuldigung abgeben und sei "mehr als glücklich", seine Ansichten über Stewart "jetzt und in Zukunft zu wiederholen". Er habe lediglich Verständnis dafür, dass seine Äußerungen teilweise "unpopulär" angekommen sind. Es sei jedoch nicht seiner Aufgabe, "geliebt zu werden".

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