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Stewart: Warten wir ein schlechtes Jahr von Lewis ab

06. Oktober 2007 - 18:58 Uhr

Ex-Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart verweist bei allem Rummel um Lewis Hamilton darauf hin, dass der Brite in seiner ersten Saison auch viel Glück hatte

Jackie Stewart
Jackie Stewart kann Fernando Alonso ein bisschen verstehen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton kann am Sonntag der jüngste Formel-1-Weltmeister aller Zeiten werden und erstaunt damit auch Ex-Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart: "Aufgrund seiner Jugend hatte ich mit dem einen oder anderen schlechten Rennen gerechnet. Aber was Lewis zuletzt in Fuji gezeigt hat, war das Beste seit Langem in der Formel 1", so der Schotte im Interview mit der 'Welt online'.

Bevor man den 22-Jährigen jedoch mit großen anderen britischen Champions wie Nigel Mansell vergleiche, müsse man jedoch erst noch etwas Zeit ins Land streichen lassen: "Noch weiß keiner, wie Lewis reagiert, wenn er mal ein schlechtes Jahr hat. Und wir müssen bei all seinem Talent immer noch in Rechnung stellen, dass er im derzeit besten Auto fährt."

Hamilton brauche "noch mehr", um sich absetzen zu können und weise immer noch eine "steile Lernkurve" auf - dies sei bei vielen Champions der Fall gewesen: "Muhammad Ali war überrascht, wie gut er war. Bei Tiger Woods war es ebenso. Wenn Lewis erkennt, welche Chance er in sich trägt und sie nutzt, wird er trotz Michael Schumacher wahrscheinlich der Fahrer mit den meisten Triumphen und dem meisten Geld in der Formel-1-Geschichte."

Über das Verhalten von Fernando Alonso ist Stewart "ein bisschen enttäuscht", kann es jedoch verstehen. Der Spanier sei noch nicht alt und damit gelassen genug, um mit der Situation umgehen zu können, dass er von einem jüngeren Fahrer geschlagen wird: "Bei Fernando hat eine so gelassene Reaktion nicht stattgefunden. Seine Jugend lässt eine solche Gelassenheit noch nicht zu."

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