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Spyker bleibt vor Toro Rosso-Berufung gelassen

06. Oktober 2007 - 15:33 Uhr

Bei Spyker ist man zuversichtlich, dass man den durch die Bestrafung Vitantonio Liuzzis erhaltenen WM-Punkt vor dem Berufungsgericht nicht abgeben muss

Mike Gascoyne
Mike Gascoyne hat keine Angst, den einzigen WM-Punkt zu verlieren
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Hinter den Kulissen ist zwischen Spyker und der Scuderia Toro Rosso ein Kampf um den womöglich einzigen WM-Punkt entbrannt, der dieses Jahr an die beiden Teams geht. Vitantonio Liuzzi war beim Großen Preis in Japan auf den achten Rang gefahren, bekam diesen Platz jedoch aberkannt, nachdem die Stewards vom Spyker-Team einen Tipp erhalten hatten.

Die Rennleitung kam zu dem Urteil, das der Italiener unter Gelb unerlaubt überholt hatte und erteilte daraufhin eine 25-Sekunden-Strafe. Dadurch rutschte Adrian Sutil im Spyker auf den achten Rang nach vorn. Toro Rosso hat nun Einspruch gegen die Entscheidung eingelegt, kommende Woche wird der Fall vor dem Berufungsgericht des Automobilweltverbandes FIA verhandelt. Es geht dabei um einige Millionen Euro Preisgeld.

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Während sich Toro Rosso optimistisch zeigt, dass Liuzzi seinen WM-Punkt zurück erhält, weil auf der Strecke keine grüne Flagge geschwenkt wurde und er somit nicht unter Gelb überholt hat, zeigt man sich beim Konkurrenten natürlich ebenso zuversichtlich, dass Toro Rosso mit dem Einspruch auf Granit beißen wird.

Mike Gascoyne, Technischer Direktor bei Spyker, ist "etwas überrascht", dass Toro Rosso argumentiert, dass Liuzzi rechtmäßig überholt hat, weil er die Gefahrenstelle bereits passiert habe und von der Rennleitung vergessen wurde, grüne Flaggen schenken zu lassen.

"Die Regel für die gelben Flaggen besagt ganz klar, dass von der ersten gelben Flagge bis zum Zeigen der grüne Flagge nicht überholt werden darf", wird der Brite von 'autosport.com' zitiert. "Ich bin etwas überrascht zu sehen, dass sie argumentieren, dass es keine grüne Flagge gab. Ich weiß wirklich nicht, warum sie Einspruch einlegen."

Aber auch Gascoyne gibt zu, dass von den Streckenposten keine grüne Flagge geschwenkt wurde. Dies reicht seiner Meinung nach jedoch nicht aus, um es dem Fahrer zu gestatten, ein Überholmanöver zu vollführen: "Man muss das Reglement beachten, man muss langsamer machen und darf nicht überholen, bis es eine grüne Flagge gibt. Das ist wirklich nicht sehr schwierig."

So sei Adrian Sutil auch noch in Kurve 1, in der Liuzzi den Deutschen überholte, langsam gefahren, weil er den Verdacht hatte, dass sich zum Beispiel ein Bergungsfahrzeug auf der Strecke befindet: "Man kann nicht wissen, ob es ein Fehler ist oder nicht. Ich denke nicht, dass es im Internationalen Sport-Kodex steht, dass man sagen darf, dass es in Ordnung ist, wenn es keine grüne Flagge gibt."

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