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Schumacher für das Mallya-Team ein Thema?

10. Oktober 2007 - 14:12 Uhr

Vijay Mallya spricht erstmals über seine Kontakte zu Ralf Schumacher und erklärt, wie er das Spyker-Team voranbringen möchte

Vijay Mallya
Vijay Mallya im Gespräch mit seinem guten Bekannten Ralf Schumacher
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Seit einigen Tagen ist auch die letzte Papierarbeit erledigt, womit das Spyker-Team nun dem Geschäftskonsortium Orange India gehört, welches von Vijay Mallya und der niederländischen Mol-Familie kontrolliert wird. Mol darf drei Vorstandsmitglieder benennen, die Mol-Familie zwei - und vor allem soll künftig mehr Geld fließen als bisher.

In Forschung und Entwicklung, so Mallya gegenüber 'formula1.com', sei bisher "sehr wenig" investiert worden, was er unbedingt ändern will: "Mir ist klar, dass der Kauf der einfachste Teil war. Es ist wie die Adoption eines Kindes: Wenn du die rechtlichen Vorgänge abgeschlossen hast, bist du glücklich, aber die Arbeit kommt eigentlich erst mit der Erziehung. Ich werde meinen Teil dabei zu 100 Prozent erfüllen", erklärte der Inder.

Mehr Geld für Forschung und Entwicklung bedeutet auch generell mehr Budget, was es dem Rennstall theoretisch erlauben könnte, erstmals in seiner jüngeren Geschichte nicht einen Paydriver unter Vertrag zu nehmen, sondern einen anerkannten Piloten. Nahe liegend wäre zum Beispiel eine Verpflichtung von Ralf Schumacher, den Mallya gut kennt und mit dessen Manager Hans Mahr er in Shanghai Gespräche geführt hat.

Bereits vor Monaten haben sich Mallya, Schumacher und Mahr in Indien getroffen, und Mallya kennt den Noch-Toyota-Piloten auch in seiner Funktion als Sponsor des japanischen Rennstalls: "Ich persönlich", erklärte er, "schätze Ralf sehr, aber eine Fahrerpaarung sollte man nicht mit dem Herzen, sondern mit dem Kopf entscheiden." Daher sei auch ein indischer Fahrer erst ein Thema, sobald eben ein Inder für die Formel 1 bereit ist.

In die Formel 1 einbringen will Mallya viele Dinge, vor allem aber ist er stolz darauf, sein Heimatland in großem Stil auf die Formel-1-Karte zu bringen: "Das Potenzial von Indien ist gleich groß oder noch größer als das von China", sagte er. Außerdem will er seine Kontakte zum Flugzeughersteller Airbus nutzen, um aerodynamisch Fortschritte zu machen, und er hält sein Menschenmanagement für besonders gut: "Wir müssen ein Umfeld für Erfolg schaffen."

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