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Renault noch nicht ganz auf Kurs

05. Oktober 2007 - 15:49 Uhr

Nur ein Benzindruckproblem bremste Heikki Kovalainen, abgesehen davon verlief der Freitag problemlos - doch richtig schnell ist Renault nicht

Giancarlo Fisichella
Auch Giancarlo Fisichella ortet noch Verbesserungspotenzial im R27
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Keine besonderen Vorkommnisse am ersten Trainingstag in Shanghai bei Renault. Giancarlo Fisichella und Heikki Kovalainen schlossen den Tag auf den Positionen 10 und 11 ab. Lediglich ein Benzindruckproblem an Kovalainens R27 bremste den Tatendrang, das Problem war aber schnell gelöst.

"Aus meiner Sicht ein typischer Freitag", so Fisichella. "Heute Morgen präsentierte sich die Strecke noch etwas schmutzig und rutschig. Es dauerte eine Weile, bis sich die Bedingungen so weit entwickelten, dass der Asphalt mehr Grip bot. Bis dahin wies mein Renault R27 eine etwas inkonstante Balance auf. Gegen Ende des 2. Freien Trainings wurde dies deutlich besser. Wir kennen die Richtung, in die wir bis morgen früh arbeiten müssen. Und was die beiden Reifensorten betrifft: Sie zeigten auf einer Runde wie auch über längere Distanzen keine großen Unterschiede auf."

Kovalainen hatte etwas mehr zu berichten. "Für mich lief es heute ein wenig hektisch", so der Finne. "Trotz meines kleinen Problems, das mich im 2. Freien Training etwas Zeit gekostet hat, konnten wir mein Arbeitspensum jedoch vollständig erledigen. Allerdings muss ich mich dabei bei meinen Mechanikern bedanken, die den Fehler sofort gefunden und behoben haben. Die Strecke hier in Shanghai stellt für mich komplettes Neuland dar. Und ich muss sagen: Sie bereitet wirklich Freude. Der Asphalt ist sehr eben, über die Kerbs lässt es sich toll räubern und attackieren - eine der modernen Pisten eben. Ich habe mich im reinsten Sinne des Wortes recht schnell eingelebt. Wir wissen, an welchen Stellschrauben wir bis morgen noch drehen müssen, um meine Performance weiter zu steigern. Das Qualifying könnte wieder eine ganz enge Geschichte werden, aber das ist in dieser Saison ja auch nichts Neues."

"Im Vergleich zum Japan-Grand Prix vor gut einer Woche mussten wir heute größere Schwierigkeiten bewältigen, bis morgen steht uns reichlich Arbeit bevor", so der Leitende Renningenieur Alan Permane. "Noch sind wir nicht gänzlich zufrieden mit der Balance, die unsere Renault R27 aufweisen - was im Umkehrschluss aber auch bedeutet, dass wir reichlich Verbesserungsmöglichkeiten besitzen. Das heutige Programm bestand im Großen und Ganzen aus Routine: Wir probierten unterschiedliche aerodynamische Einstellungen und Lösungen aus und verglichen die beiden zur Wahl stehenden Reifen miteinander."

"Unsere Hauptaufgabe ist es sicherlich, einen optimalen Kompromiss für die abweichenden Anforderungen zu finden, die einerseits die langen Geraden und andererseits die schnellen Kurvenpassagen an uns stellen", fuhr er fort. "Wir werden nichts unversucht lassen, um unseren Fahrern perfekt ausbalancierte Rennwagen mit einem Fahrverhalten hinzustellen, zu dem sie in den flotten Abschnitten das notwendige Vertrauen aufbauen können."

Denis Chevrier, Leitender Motoren-Renningenieur: "Unsere Zielsetzung für den Freitag ist eigentlich immer gleich: Wir wollen die Bedingungen, die sich uns bieten, bestmöglich nutzen und zwei problemlose Freie Trainings hinlegen. Das ist uns heute nur bedingt gelungen, ein Defekt im Kraftstoffsystem am Renault R27 von Heikki Kovalainen kostete wertvolle Zeit. Wir konnten den Schaden aber schnell beheben, nachdem das Auto zurück in der Box war. Auf diese Weise hielt sich die Verzögerung in Grenzen. Abgesehen von diesem kleineren Zwischenfall erlebten wir aus Motorensicht einen ganz normalen Tag auf einer Strecke, die wir im Prinzip nur einmal im Jahr zu Gesicht bekommen. Dank der Daten, die wir sammeln konnten, werden wir unsere Achtzylinder nun entsprechend feintunen."

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