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Renault hadert mit den Streckenbedingungen
Die steigenden Asphalttemperaturen waren für Renault im Qualifying ein großes Handicap, so dass die Franzosen kein Auto in die Top 10 brachten
(Motorsport-Total.com) - Mit Rang zwölf für Giancarlo Fisichella und Heikki Kovalainen nur auf der 17. Position konnte das Renault-Team die Erwartungen für das Qualifying zum Großen Preis von Brasilien nicht in gute Platzierungen in der Startaufstellung ummünzen.
Der Konstrukteursweltmeister der vergangenen beiden Jahre sah sich seit den Trainings mit einem ungewöhnlich starken Temperaturanstieg des Asphalts um rund 25 Grad Celsius konfrontiert, der sich auf die Leistungsfähigkeit der Autos negativ auswirkte. Selbst zwischen der Morgensession am Samstag und dem Qualifying heizte sich der sehr dunkle Streckenbelag nochmals um zehn Grad auf. Sowohl Fisichella als auch Kovalainen klagten in der Folge über stark reduzierten Grip und ein sehr inkonstantes Fahrverhalten.

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Fahrer stehen vor einer schwierigen Aufgabe
Kovalainen unterlief in seiner entscheidenden Runde ein kleiner Fehler in der letzten Kurve, der rund 0,5 Sekunden und den Einzug in die Runde der besten 16 kostete. Fisichella gelang es, das Potenzial seines R27 auszuschöpfen, verpasste den Aufstieg in das Top-10-Qualifying jedoch um acht Hundertstelsekunden.
Beiden Fahrern steht damit für das Saisonfinale am morgigen Sonntag eine schwierige Aufgabe bevor. Dabei steht schon jetzt fest, dass der effektive Umgang mit den superweichen Bridgestone-Reifen einer der Schlüssel für den Erfolg werden wird - sollten alle Teams unter dem so genannten Graining oder Blasenbildung leiden, könnte das Rennen für einige Überraschungen gut sein.
"Ich bin heute Nachmittag ans absolute Limit gegangen, mehr lag für uns einfach nicht drin", sagte Fisichella. "Unter diesen rutschigen Bedingungen und auf dem glatten Asphalt war es sehr schwierig, eine perfekte Runde vorzulegen. Unter diesen Umständen ist es natürlich besonders schade, dass ich den Einzug in das Top-10-Qualifying so knapp verpasst habe. Aber ich gehe davon aus, dass wir morgen ein sehr interessantes Rennen erleben werden - speziell was die Reifen betrifft. Hoffentlich finden wir eine gute Strategie, um aus dieser Problematik einen Vorteil ziehen zu können."
"Ich bin wirklich sehr enttäuscht", seufzte Kovalainen, "dass ich es nicht in das zweite Qualifyingdrittel geschaft habe. Der Fehler geht klar auf mein Konto: Vor Kurve zwölf bremste ich in meiner entscheidenden Runde etwas zu spät und ließ ein Vorderrad blockieren. Dadurch kam ich schlecht aus der Ecke heraus, der Zeitverlust summierte sich auf rund sechs Zehntelsekunden."
Kovalainen lässt den Kopf nicht hängen
Und weiter: "Die Strecke bot im Vergleich zu heute morgen oder gestern nur wenig Grip, aber das soll keine Entschuldigung sein, denn die Bedingungen waren für alle gleich. Jetzt stehe ich vor einer Ausgangssituation, der ich in dieser Saison bereits mehrfach begegnet bin. Die Resultate, die wir trotzdem einfahren konnten, zeigten aber auch, dass man eben nie aufgeben darf. Also greifen wir wie gewohnt an und schauen mal, welche Chancen sich noch ergeben. So oder so wird es aber ein hartes Rennen."
Chefingenieur Pat Symonds analysierte: "So wie es aussieht, haben wir durch die stark gestiegenen Temperaturen deutlich mehr Grip und Leistungsfähigkeit eingebüßt als die übrigen Teams. Ein kleiner Fehler von Heikki genügte bereits, um ihn angesichts der geringen Zeitunterschiede auf dieser Strecke in der Startaufstellung bis ins letzte Drittel des Teilnehmerfeldes zurückzuwerfen. Giancarlo hat das Potenzial seines R27 abgerufen, das Auto war aber einfach nicht schneller."
Und Motorenchef Denis Chevrier fügte an: "Bereits gestern war uns klar, dass auf dieser vergleichsweise kurzen Grand-Prix-Strecke mit den daraus folgend besonders engen Zeitabständen zwischen den einzelnen Fahrern es auf jedes kleine Detail ankommen würde. Wir haben es leider aber nicht geschafft, all diese notwendigen Kleinigkeiten in einen Topf zu bekommen", so der Franzose.
"Giancarlo hat den Einzug in die Top 10 nur um acht Hundertstelsekunden verpasst. Heikki zahlte einen hohen Preis für einen kleinen Fehler", meinte er weiter. "Eines haben wir aus dem heutigen Tag aber auch gelernt: Im Rennen wird es unheimlich wichtig sein, seine Rennreifen clever und geschickt einzusetzen - vor allem, wenn es so heiß bleibt wie heute. Vielleicht ergibt sich aus diesem Umstand noch ein Vorteil für uns."










