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Shanghai: Räikkönen um 0,006 Sekunden vor Alonso

05. Oktober 2007 - 09:32 Uhr

Ferrari und McLaren-Mercedes dominierten das Geschehen im zweiten Training - Lewis Hamilton Vierter - Ralf Schumacher als Siebenter bester Deutscher

Kimi Räikkönen
Kimi Räikkönen war heute in Shanghai in beiden Sessions knapp Schnellster
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Während es in der Vergangenheit die Regel war, dass Ferrari immer im ersten, McLaren-Mercedes dann im zweiten Freien Training schneller war, hielt sich das Verhältnis zwischen den beiden ersten Sessions zum Grand Prix von China die Waage. Bestzeit am Nachmittag legte Kimi Räikkönen (Ferrari/31 Runden) hin.

Der Finne hinkte lange Zeit hinter dem Spitzentrio zurück, verbesserte sich aber mit seinem letzten Run auf weichen Bridgestone-Reifen um gut eine halbe Sekunde auf 1:36.607 Minuten, unterbot damit seine eigene Marke vom Vormittag und war auch um sechs Tausendstelsekunden schneller als Fernando Alonso (McLaren-Mercedes/28 Runden). Auffällig: Den Grundstein für die Bestzeit legte Räikkönen im letzten Sektor.

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Ferrari hatte den besten Topspeed

Das ist kein Zufall, denn im letzten Sektor liegt unter anderem die lange Gerade - und wie schon am Vormittag hatten die Ferraris den besten Topspeed: Räikkönen und sein Teamkollege Felipe Massa (3./+ 0,023/29 Runden) wurden mit je 318 km/h geblitzt, während die Silberpfeile um rund sieben bis zehn km/h langsamer waren. Das deutet allerdings weniger auf eine schlechte Motorleistung als vielmehr auf unterschiedliche Setups hin.

WM-Leader Lewis Hamilton war heute der einzige Fahrer aus dem Spitzenquartett, der ein wenig abreißen lassen musste, hatte unterm Strich nach 33 Runden und einem spektakulären Ausritt ohne Folgen 0,269 Sekunden Rückstand auf Räikkönen. Alles in allem liegen die beiden Topteams aber wieder so eng beisammen, dass es absolut unmöglich ist, vorherzusagen, wer den vierten Grand Prix von China seit 2004 am kommenden Sonntag gewinnen wird.

Heimlich, still und leise schob sich Jarno Trulli (Toyota/36 Runden) mit 0,544 Sekunden Rückstand auf den fünften Platz nach vorne, noch vor Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 0,843/34 Runden) und Ralf Schumacher (Toyota/+ 0,917/32 Runden), der als Siebenter diesmal bester Deutscher war. Auch Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,039/36 Runden) schaffte es als Neunter wieder in die Top 10 und bestätigte damit sein starkes Vormittagsresultat.

Wieder technische Probleme bei Heidfeld

Nick Heidfeld
Zum Zuschauen verdammt: Nick Heidfeld blieb heute gleich zweimal stehen
© xpb.cc

Weniger gut erging es Nick Heidfeld (15./BMW Sauber F1 Team/+ 1,781/16 Runden): Er blieb wie schon am Vormittag mit einem technischen Problem stehen, allerdings konnte sein Auto diesmal von den Mechanikern in der Nähe der Boxengasse abgeholt werden. Der 30-Jährige ging knapp eine halbe Stunde vor Schluss noch einmal raus. An der gleichen Stelle wie er rollte zu Halbzeit übrigens auch Heikki Kovalainen (11./Renault/+ 1,455/21 Runden) aus.

Wieder recht eng zu ging es im Mittelfeld, wobei diesmal Toyota und Red-Bull-Renault etwas besser positioniert zu sein scheinen als in den vergangenen Rennen. Das BMW Sauber F1 Team hingegen sah wie so oft am Freitag nicht allzu schnell aus, denn genau wie Heidfeld riss auch Robert Kubica (14./+ 1,772/39 Runden) keine Bäume aus. Und Alexander Wurz (16./Williams-Toyota/+ 1,924/32 Runden) war sogar langsamer als Testfahrer Kazuki Nakajima am Vormittag.

Die übrigen Deutschen: Adrian Sutil verbesserte sich in der Schlussphase mit seinem Spyker-Ferrari auf den 19. Rang, hatte nach 37 Runden 2,617 Sekunden Rückstand und war damit deutlich schneller als sein Teamkollege. Sebastian Vettel (Toro-Rosso-Ferrari/+ 2,797/34 Runden) hingegen verlor sein Stalllduell gegen Vitantonio Liuzzi (18./+ 2,458/36 Runden) und landete nur auf dem 21. und vorletzten Platz.

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