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Prodrive vor dem Internationalen Berufungsgericht

05. Oktober 2007 - 11:17 Uhr

Williams geht gegen das geplante Prodrive-Team vor, die Verhandlung findet noch im Oktober statt - Spyker ebenfalls gegen Kundenautos

Frank Williams
Der "Rollstuhlgeneral" Frank Williams geht aktiv gegen das Prodrive-Team vor
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Prinzipiell hat sich an der Sache nichts geändert, aber es gibt neue Details zum Prozess: Williams und Spyker wehren sich weiterhin mit allen Mitteln gegen die Zulassung von 1:1-Kundenautos in der kommenden Saison. Williams hat sogar beim Internationalen Berufungsgericht der FIA einen Protest gegen Prodrive angeregt, wie heute bekannt wurde.

Sinn der Sache ist es, endlich die Rahmenbedingungen zu klären, unter denen Prodrive nächstes Jahr in die Formel 1 einsteigen wird, denn bekanntlich ist geplant, ein Chassis von McLaren und einen Motor von Mercedes einzusetzen. Das geht Williams und Spyker aber gewaltig gegen den Strich, denn diese beiden Teams entwickeln für viel mehr Geld ihr eigenes Paket, das wahrscheinlich unterm Strich weniger konkurrenzfähig sein wird.

Das Internationale Berufungsgericht tagt in dieser Angelegenheit am 24. Oktober in London, eine Entscheidung soll dann tags darauf bekannt gegeben werden. Parallel dazu laufen aber auch die Gespräche zwischen den Teamchefs weiter, die sich am kommenden Dienstag in Europa treffen wollen, um die Problematik zu besprechen. So langsam sollte ja mal eine Entscheidung fallen, schließlich stehen die ersten Wintertests bald bevor.

"Wir treiben das Verfahren voran."
Colin Kolles

Spyker geht indes unabhängig vom Berufungsgericht weiter gegen die Kundenteams, also auch gegen Super Aguri und Toro Rosso, vor: "Wir treiben das Verfahren voran", bestätigte Teamchef Colin Kolles gegenüber 'autosport.com'. "Sollte es kein neues Concorde Agreement geben, dann wird das existierende mit bestimmten vereinbarten Änderungen in Kraft bleiben. Damit hätten wir jedenfalls kein Problem."

Der spezielle Fall von Prodrive wird indes immer mehr zum Mysterium, denn obwohl David Richards für sein Team an und für sich ausreichende Ressourcen haben müsste, gibt es bisher noch keinerlei Bekanntgaben von seiner Seite. Fest steht nur, dass McLaren-Mercedes offizieller Partner sein wird, aber alles andere - etwa die Fahrer, die Sponsoren oder auch die Ingenieurscrew - ist noch völlig offen...