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Prodrive-Boss begrüßt Vorstoß von Max Mosley

05. Oktober 2007 - 19:06 Uhr

David Richards ist froh, dass das Berufungsgericht zum Thema "Kunden-Autos" tagt und damit - so hofft er - endgültig grünes Licht für sein Team gegeben wird

David Richards
David Richards hofft, dass sein Vorhaben endlich ganz offiziell für legal erklärt wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bei einer Anhörung vor dem Internationalen Berufungsgericht der FIA soll am 24. Oktober in London entschieden werden, ob Prodrive kommendes Jahr tatsächlich mit Chassis und Motoren von McLaren-Mercedes an den Start gehen kann. Die Entscheidung betrifft auch die Teams Scuderia Toro Rosso und Super Aguri, die ebenfalls mit "Kunden-Autos" fahren.

Bisher ist noch kein Vertrag mit McLaren-Mercedes unterzeichnet worden - aber Teamchef David Richards wird kommendes Jahr mit dieser Kombination in die Formel 1 einsteigen - wenn er denn darf. Bisher hielt er sich wegen des noch nicht verabschiedeten neuen Concorde Agreements mit Bekanntgaben zurück. Immer noch herrscht wegen der so genannten "Kunden-Autos" Uneinigkeit.

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Der Bekanntgabe einer Verhandlung diesbezüglich vor dem "International Court of Appeal" war ein Schreiben des Williams-Teams, das die Legalität des Einstiegs von Prodrive in Frage stellt. Der Hintergrund ist klar: Die Briten hätten kommendes Jahr wohl angesichts der Konkurrenzfähigkeit von McLaren-Mercedes große Probleme, das neue Team zu schlagen und würden damit viel Geld verlieren.

Prodrive hat unterdessen den Vorstoß von FIA-Präsident Max Mosley begrüßt, der nun das Berufungsgericht angerufen hat, das die Entscheidung am 25. Oktober verkünden soll: "Wir haben keinen Zweifel daran, dass die sportlichen Regeln für die Formel-1-Meisterschaft 2008 definitiv die Verwendung von Kunden-Autos erlauben", ließ Richards in einer Pressemitteilung mitteilen, der betont, dass man sich um den freien Platz auf dieser Basis beworben und den Zuschlag erhalten habe.

"Es wird jedoch von anderen Ungewissheit verbreitet, aus eigenem Interesse", kritisiert der Brite. "Das schadet nicht nur unserem Formel-1-Programm, sondern gefährdet auch jene andere Teams, die sich für das kommende Jahr schon einem Kunden-Auto-Programm verschrieben haben."

Man habe im Verlauf der vergangenen anderthalb Jahre "eine beträchtliche Menge Zeit, Geld und Anstrengungen" in die Formel-1-Pläne investiert: "Wir sind nun am Punkt angekommen, an dem alles steht, jedoch hat die Tatsache, dass ein paar Parteien weiterhin den Mythos verewigen, wonach es in Bezug auf die Regeln Ungewissheit gibt, eine abträgliche Auswirkung auf die Pläne für unser neues Team."

Man begrüße aus diesem Grund den Vorstoß der FIA: "Denn diese Position muss so schnell wie möglich geklärt werden. Das schadet nicht nur uns, sondern dem Sport im Generellen." Dann kann das Team wohl endlich auch den Vertrag mit McLaren-Mercedes unterzeichnen: "Wir haben im Moment noch keinen Vertrag mit einem Team unterschrieben", erklärte Teamchef Ron Dennis am Freitag.

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